Nachtrag zur Tour 6 auf dem Oberlausitzer Bergweg 2025

Im vergangenen Jahr konnten wir die geplante Tour 6 zur Lausche – mit 793 m höchster Berg Deutschlands östlich der Elbe – wegen Waldkalkung aus der Luft nicht vollenden. Das Waldgebiet um den Weberberg und der Kammbereich zur Lausche waren gesperrt – siehe auch hier: https://natursaxe.de/2025/10/28/wanderwoche-auf-dem-oberlausitzer-bergweg-im-oktober-2025-tag-6-von-waltersdorf-nach-kurort-oybin/ .

In diesem Jahr gab es diese Sperrung während unserer Wanderwoche in der Böhmischen Schweiz, dem Lausitzer Gebirge und dem Böhmischen Niederland nicht. Deshalb konnten wir nachholen, was uns 2025 verwehrt blieb. Start und Ziel war der Bahnhof Großschönau. Der Weg bis zum Waldrand des Weberberges führte uns auf einer Flachstrecke durch Großschönau und Waltersdorf. Dann ging es knappe eine Stunde durch den Wald bergauf bis zum fast vollständig bewaldeten Gipfel. Nur auf böhmischer Seite gibt es so etwas wie eine Aussicht. Der weitere Weg zur Lausche kann wahlweise entlang der weißen Grenzsteine oder auf dem gut markierten Oberlausitzer Bergweg zurückgelegt werden.

Auf der Lausche angekommen staunten wir nicht schlecht über die vielen Wanderer, die bei wenig einladendem Wetter auf dem Gipfel waren. Die Fernsicht vom neuen Aussichtsturm war trotz vieler Wolken sehr interessant. Wir konnten z.B. den Hohen Schneeberg in der Böhmischen Schweiz, den Kamm des Osterzgebirges, den Milleschauer im Böhmischen Mittelgebirge und Teile des Häusermeeres der Stadt Dresden erkennen. Allerdings nur, wenn man weiß, dass es das Jeweilige ist.;-)

Der Abstieg zur Lauschebaude (Bergbaude Luž Světlá pod Luží) auf der Böhmischen Seite wurde zum Genuss und die Vorfreude stieg. Gibt es doch dort nicht nur gutes böhmisches Bier, sondern auch eine äußerst leckere Knoblauchsuppe. Eine weitere einladende Baude fiel uns auf dem Rückweg auf: die Lauitzer Bergbaude (Lužická Bouda). Ihr werden wir beim nächsten Mal einen Besuch abstatten.

Fortan begleitete uns auf dem Rückweg nach Großschönau eine aromatisch duftende Koblauchwolke. Am Ende der Tour konnten wir endlich das ersehnte Häkchen an den Oberlausitzer Bergweg machen.