Am 14. Mai 2026 wird der Himmelfahrtsfeiertag begangen. Gleichzeitig findet deutschlandweit der „Tag des Wanderns“ statt. Vor 10 Jahren kam der Deutsche Wanderverband e.V. auf die Idee, jährlich am 14. Mai einen „Tag des Wanderns“ im wahrsten Sinn des Wortes „zu begehen“. Dem widmen wir eine grenzüberschreitende Tour durch das Sächsisch-Böhmische Osterzgebirge. Sie beginnt in Zinnwald-Georgenfeld und endet in Holzhau. Die Teilnahme ist zur Feier des Tages kostenlos, die Anmeldung jedoch erforderlich. Interessierte melden sich bitte entweder hier im Tourenprogramm (siehe: https://www.datefix.de/kalender/6004/?dfxid=1363631 ) oder im Tourenprogramm der Sektion Dresden des Deutschen Alpenvereins an (siehe: https://www.dav-dresden.de/touren-kurse/touren/touren?view=tour&id=4389 ).
Der genaue Treffort, die Treffzeit und die Fahrtinformationen werden allen Angemeldeten am Mittwoch vor der Tour per E-Mail bekannt gegeben!
Am 16.03.2026 veröffentlichte die Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz via Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz eine kleine Sensation: den Nachweis eines Eurasischen Luchses:
„An der Grenze zwischen dem Nationalpark Böhmische Schweiz und dem Landschaftsschutzgebiet Lausitzer Gebirge wurde ein Eurasischer Luchs nachgewiesen
16.03.2026: Einen Hinweis auf die Bewegung eines Eurasischen Luchses an der Grenze zwischen dem Landschaftsschutzgebiet Lausitzer Gebirge und dem Nationalpark Böhmische Schweiz lieferten Bewohner einer der umliegenden Gemeinden. Sie begegneten dem Wildtier am Freitag, dem 13. März, kurz vor 22 Uhr auf dem Weg nach Doubice, das an der Grenze beider Schutzgebiete liegt [rund 7km vom Nationalpark Sächsische Schweiz entfernt]. Sie hielten ihr Auto an, damit das Tier die Straße überqueren konnte, und in dieser Situation gelang es ihnen, es im Licht der Scheinwerfer mit der Handykamera zu fotografieren.
Die Fahrerin Vladimíra Visokaiová schildert die Begegnung so: „Wir sahen den Lichtreflex in den Augen eines Tieres, von dem ich zunächst dachte, es könnte ein Fuchs sein, deshalb verlangsamte ich die Fahrt. Als sich die Augen weiter auf die Straße zubewegten, hielt ich ganz an. Es zeigte sich, dass das Tier viel größer war; zunächst duckte es sich in den Graben am Straßenrand, als wolle es sich verstecken. In diesem Moment war uns bereits klar, dass es sich um einen Eurasischen Luchs handelte. Als er sah, dass sich das Auto nicht näherte, trat er auf die Fahrbahn und begann, sie langsam zu überqueren. Es war überwältigend, mit eigenen Augen zu sehen, wie mächtig seine Pfoten sind und wie dicht sein Fell ist. Meine Tochter und mein Sohn fotografierten ihn geistesgegenwärtig.“
Das Foto und eine nähere Beschreibung des Ereignisses stellte die Fahrerin bereits am folgenden Tag der Verwaltung des Nationalparks Böhmische Schweiz zur Verfügung. Diese teilte die Information auch mit den Kolleginnen und Kollegen der Agentur für Natur- und Landschafts-schutz der Tschechischen Republik, auch deshalb, weil die Aufnahme auf der Seite des Landschaftsschutzgebiets Lausitzer Gebirge entstanden war.
Karolína Šůlová, Sprecherin der Agentur für Natur- und Landschaftsschutz der Tschechischen Republik, kommentiert das Ereignis wie folgt: „Der Nachweis des Eurasischen Luchses im Gebiet des Landschaftsschutzgebiets Lausitzer Gebirge ist eine gute Nachricht über den Zustand der natürlichen Umwelt. Wir werden die Situation weiter beobachten, auch um herauszufinden, ob es sich um ein wanderndes Individuum handelt. Oder ob bereits von einem Territorium gesprochen werden kann, in dem sich der Luchs dauerhaft aufhält. Im zweiten Fall wäre dies eine hervorragende Nachricht anlässlich des diesjährigen 50. Jahrestags der Gründung des Landschafts-schutzgebiets Lausitzer Gebirge.“
Fotografische Nachweise des Eurasischen Luchses im Nationalpark Böhmische Schweiz und seiner Umgebung sind äußerst selten. Dabei werden wildlebende Tiere direkt im Nationalpark Böhmische Schweiz mit erhöhter Intensität unter Einsatz von Fotofallen dokumentiert. Unmittelbar aus dem Gebiet des Nationalparks liegen bislang nur zwei fotografische Nachweise vor: eine nächtliche Fotofallenaufnahme aus dem Jahr 2011 sowie eine von Besucherinnen und Besuchern des Nationalparks aufgenommene Fotografie aus dem Jahr 2020. Im Jahr 2011 handelte es sich vermutlich um ein wanderndes Individuum, im Jahr 2020 um ein Tier, das im Rahmen eines in Polen durchgeführten Wiederansiedlungsprogramms freigelassen worden war. Über die Herkunft des auf dem aktuellen Foto festgehaltenen Luchses lassen sich derzeit noch keine Schlussfolgerungen ziehen.
In der Tschechischen Republik kommen Luchse[1] vor allem in den Gebieten der Beskiden und der Javorníky sowie im Böhmerwald und dessen Umgebung vor. Sporadisch sind Nachweise im Altvatergebirge, im Isergebirge, im Riesengebirge oder im Erzgebirge, wo auf der sächsischen Seite derzeit ein Wiederansiedlungsprogramm läuft. Dank ihres Wanderverhaltens wurden sie beispielsweise auch im Mährischen Karst, in den Gebieten der Böhmisch-Mährischen Höhe, im Brdy-Gebirge oder eben in der Böhmischen Schweiz nachgewiesen.
Der Eurasische Luchs ist in der Landschaft der Tschechischen Republik zahlreichen Gefahren und Hindernissen ausgesetzt. Im vergangenen Jahrzehnt wurden wiederholt Todesfälle infolge von Kollisionen mit Verkehrsmitteln registriert. Wiederholt wurden auch Fälle illegaler Jagd – Wilderei – nachgewiesen. Gerade das gesellschaftliche Problem der Wilderei haben Fachleute bereits in der Vergangenheit als Hemmnis für eine stärkere Ausbreitung dieser Art in unserer Landschaft bezeichnet [2].
Bildunterschrift: Eurasischer Luchs, aufgenommen zwischen dem Nationalpark Böhmische Schweiz und dem Landschaftsschutzgebiet Lausitzer Gebirge. Foto: Lucie Roudná
In der Ausgabe vom 02.03.2026 veröffentlichte die Sächsische Zeitung folgende Information der Deutschen Bahn:
„Bahn sperrt Elbtalstrecke zwischen Dresden und Tschechien
Reisende müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen – der Überblick.
Wegen Bauarbeiten kommt es zwischen März und Mai immer wieder zu Sperrungen auf der Bahnstrecke zwischen Dresden und der tschechischen Grenze. Die konkreten Termine teilte die Deutsche Bahn nun mit. Hintergrund ist die Modernisierung der Infrastruktur auf der Strecke durch das Elbtal zwischen Bad Schandau und Schöna.
Im Mittelpunkt der Arbeiten steht das Hirschmühlenviadukt, das den Mühlgrundbach überspannt. Dort erneuert die Bahn die Fahrbahnwanne sowie den Kopfbereich einer angrenzenden Stützwand. Zusätzlich finden zwischen Schöna und Bad Schandau Ost Kabeltiefbauarbeiten statt. Im Güterbahnhof Bad Schandau Ost werden Anlagen fertiggestellt, um den Betriebsablauf zu verbessern.
Die Sperrungen zwischen Schöna und Bad Schandau im Detail
Für die Arbeiten wird der Abschnitt zwischen Schöna und Bad Schandau mehrfach vollständig gesperrt. Die Daten im Überblick:
■ Vom 15. bis 22. März 2026 ist die Strecke täglich von 9 bis 17 Uhr dicht.
■ Ab dem 23. März 2026 bis November 2027 bleibt sie montags, außer an Feiertagen, von 9 bis 19 Uhr gesperrt.
■ Weitere Totalsperrungen sind vom 14. bis 19. April 2026 jeweils von 9 bis 17 Uhr geplant.
■ Nachtsperrungen gibt es vom 13. bis 17. April sowie vom 25. bis 29. April 2026 jeweils von 21 bis 3 Uhr.
Zwischen Dresden und Ústí nad Labem fahren an den Tagen mit Totalsperrung Ersatzbusse.
Von Juni bis November 2026 sollen weitere Sperrungen folgen. Details wird die Bahn rechtzeitig bekannt geben.
Weitere Einschränkungen zwischen Heidenau und Rathen
Unabhängig davon kommt es bereits seit dem 21. Februar bis zum 11. April 2026 auf der Strecke zwischen Heidenau und Rathen zu Einschränkungen. Dort wird im sogenannten Gleiswechselbetrieb gebaut; zusätzlich gibt es nächtliche Totalsperrungen.
Die Deutsche Bahn bittet Reisende und Anwohner um Verständnis. Aktuelle Informationen zu Fahrzeiten und möglichen Ersatzverkehren sind im DB Navigator und auf bahn.de abrufbar.
Quellenangabe: vom 02.03.2026, Seite 17″
Die Sperrungen wirken sich auch auf geplante Touren aus. Jede betroffene Tour muss noch einmal auf Durchführbarkeit überprüft werden. Änderungen im Tourenprogramm sind deshalb möglich. Dafür bitte ich um Verständnis.
Mit der digitalen Souveränität ist das so eine Sache. Man kann – und sollte – für sich selbst die nötigen technischen Entscheidungen treffen und Weichen stellen. Das habe ich getan und es fühlt sich gut an. Aber man ist nicht allein im Sozialuniversum und wie sich herausgestellt hat, hängt man an unsichtbaren, sozialen Fäden. Das sind z.B. geteilte Google-Kalender, die ganze Jahresprogramme enthalten. Klinkt man sich dort aus, bricht die Kommunikation zu gemeinsamen Veranstaltungen ab oder wird zumindest schwierig – Stichwort: Programmänderung. Also bleibt man vorerst dort, um sich nicht ins Abseits zu begeben.
Ähnlich verhält es sich mit Whatsapp. Teilnehmende an Lehrgängen oder Wanderwochen verabreden sich gern und oft in Whatsapp- Gruppen. Man tauscht Fotos aus, verabredet sich zu weiteren gemeinsamen Unternehmungen oder einfach nur zur Kontaktpflege. Der konsequente Guide oder Trainer hat sich dagegen für die eigene digitale Souveränität entschieden. Konsequenz: Er gehört nicht mehr dazu. Er will nicht mehr dazu gehören, zumindest technisch. Das ist die Konsequenz aus seiner Entscheidung. Ansonsten schon gern. Aber die Anderen sehen keinen Vorteil darin, z.B. zu Signal, Threema oder Matrix zu wechseln. Sie wollen nicht technischen oder datenschutzrechtlichen Argumenten folgen. Sie entscheiden sich ebenfalls für digitale Souveränität. Für ihre eigene. Man hat die Wahl, in beide Richtungen.
Digitale Souveränität beinhaltet also auch antagonistische Aspekte. Ich habe mich einerseits entschieden, digital souveräne Lösungen zu bevorzugen und entsprechend zu handeln. Andererseits sind mir meine sozialen Kontakte viel zu wertvoll, um sie zu ignorieren. Es bleibt deshalb vorerst bei den Kompromisslösungen Google Workspace und Whatsapp. Das Eine tun und das Andere (noch) nicht (ganz) lassen.
So wie auf dem Titelfoto wird es auf meinem PC nicht mehr aussehen. Der läuft jetzt unter Linux Mint – und zwar wie geschmiert. Microsoft ist Vergangenheit. Vergangenheit sind auch Facebook, Google Workspace, Whatsapp, Zoom und Webex. Noch nicht ganz vorbei ist die Zeit von Android auf dem Smartphone. Aber wenn es mal einen vollwertigen Ersatz gibt…
Durch den Verzicht auf o.g. Software hat sich auch die Kommunikationsbasis verändert. Allein durch das Löschen des Whatsapp- Kontos ist die Verbindung zu rund 50% meiner Kontakte auf diesem Kanal weggebrochen. Nicht alle werden es sofort merken. Manche erst, wenn sie ein Anliegen haben. Zum Glück gibt es Alternativen und Bewährtes. Per E-Mail und Telefon hat sich nichts geändert. Erreichbar bin ich auch weiterhin über Threema und Signal. Einen neuen Kanal habe ich auf Matrix eröffnet – siehe Impressum.
Warum dieser Wechsel? Weil es bringt praktisch nichts bringt, immer nur über die Möglichkeiten digitaler Souveränität und Resilienz zu philosophieren. Nachdem Behörden eines großen Landes jenseits des Atlantiks einem Juristen am Europäischen Gerichtshof den Zugang zu seinem Outlook- Konto und seiner Kreditkarte gesperrt haben – oder Microsoft und die Kartenfirma darum „baten“, wurde es höchste Zeit für alternatives Handeln. Vom Nachdenken und Reden ins Handeln kommen, lautet die persönliche Entscheidung. Das war einfacher als gedacht, auch wenn Zeit für die Umgewöhnung erforderlich ist. Doch der eingeschlagene Weg zu digitaler Souveränität und Resilienz gibt ein gutes Gefühl, auch wenn das Ziel noch nicht hundertprozentig erreicht ist.
Es ist mittlerweile eine gut gepflegte Tradition, das alljährliche Treffen der Zertifizierten Nationalparkführer*innen (ZNF) Sächsische Schweiz mit der Nationalpark- und Forstverwaltung. Am 04.02.2026 trafen sich mehr als 30 ZNF im Nationalparkzentrum Bad Schandau mit Jens Posthoff, langjähriger Betreuer und Begleiter der Zertifizierungskurse in der Verwaltung, und Astrid Scharf, Leiterin des Fachbereiches 1. In einem temperamentvoll vorgetragenen Beitrag berichtete Frau Scharf über den außergewöhnlichen Artenreichtum im Bereich des Nationalparks und des Landschaftsschutzgebietes Sächsische Schweiz. Dabei wurde der Blick auch über die Grenze in die angrenzenden tschechischen Landschaftsschutzgebiete und den Nationalpark Böhmische Schweiz gerichtet. Wir lernten dabei, dass nicht nur zahlreiche, ehemals ausgestorbene Vogel-, Käfer- und Fledermausarten wieder heimisch wurden, sondern dass auch der Wolf zurückgekehrt ist. Natur kennt keine Staats,- Verwaltungs- und Sprachgrenzen. Interessant war auch der Nachweis, welchen Artenreichtum massenhaft abgestorbene Fichten beherbergen. Manche Besucher wenden sich beim Anblick der stehenden und liegenden Baumskelette desinteressiert ab. Dabei wäre ein Blick aus Nahdistanz, z.b. unter die verbliebenen Rindenschichten, durchaus lohnend. Totholz birgt Leben.
Im Anschluss an den Vortrag folgte eine mindestens ebenso lebhafte Diskussion über zahlreiche fachliche und organisatorische Themen. Das Fachtreffen gehört zur jährlichen Fortbildungspflicht für Zertifizierte Nationalparkführer*innen. Gäste durch die Nationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz zu führen ist eben sehr viel mehr, als eine Plakette und eine Lizenzkarte spazieren zu tragen.;-)
Wie bereits im Beitrag vom 03.12.2025 angekündigt, ist die geplante Neuregelung des Freiübernachtens (Boofen) im Nationalpark Sächsische Schweiz zum 01.02.2026 in Kraft getreten. Darüber informiert die Nationalpark- und Forstverwaltung wie folgt:
„Am ersten Februar trat das zeitweise Verbot des Freiübernachtens im Gebiet des Nationalparks Sächsische Schweiz wieder in Kraft. Bis zum 15. Juni ist zum Schutz der Natur das so genannte „Boofen“ untersagt. Die Regelung zum jährlichen zeitweisen Verbot, im Nationalpark Sächsische Schweiz im Freien zu übernachten, ist 2022 probeweise in Kraft getreten und gilt seit diesem Jahr auf zunächst unbestimmte Zeit. Mit einer entsprechenden Bekanntmachung hat das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft am 18.12.2025 die für den Nationalpark Sächsische Schweiz geltende Bergsportkonzeption im Abschnitt Freiübernachten überarbeitet.
Außerhalb dieses Zeitraums, also vom 16. Juni bis 31. Januar eines jeden Jahres, ist das Freiübernachten im Nationalpark nur an den 58 offiziell zugelassenen Stellen sowie nur in unmittelbarem Zusammenhang mit der Ausübung des Felskletterns erlaubt. Damit wird die Tradition der sächsischen Bergsteiger anerkannt. Voraussetzung ist ein besonders rücksichtsvolles Verhalten, insbesondere das Vermeiden von Lärm und Licht sowie von Müll und das Unterlassen von jeglichem offenen Feuer (inklusive Gaskocher, Fackeln, Kerzen) sowie von jeglichem Ausbau der Freiübernachtungsstellen.
Wir bitten alle Besucher des Nationalparks Sächsische Schweiz, sich an diese geltenden Regeln zu halten, damit das traditionelle Boofen für die Bergsteiger langfristig erhalten bleiben kann.
Um den Schutz wertvoller Lebensräume und bedrohter Tierarten während der Brut- und Setzzeit im Nationalpark Sächsische Schweiz zu gewährleisten, ist seit dem ersten Februar bis zum 15. Juni das Freiübernachten im Nationalpark Sächsische Schweiz nicht erlaubt. Besucher werden auf den Schildern in den offiziellen Freiübernachtungsstellen über den Sperrzeitraum informiert.
Pressesprecher
________________________________________________________________________________________ STAATSBETRIEB SACHSENFORST | STATE ENTERPRISE SACHSENFORST
Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz | National Park- and Forest Administration
Leiter Stabstelle, Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher | Head of executive department, public relations and press officer