Alle Artikel von Ralf

Nationalparkregion Böhmisch-Sächsische Schweiz: Grenzüberschreitender Fahrplan 2026 ist erschienen!

Soeben frisch auf dem Bildschirm gelandet: der grenzüberschreitende Saisonfahrplan für die Nationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz ist online! Wie gewohnt zweisprachig in Tschechisch und Deutsch werden alle touristisch relevanten Bahn-, Bus- und Fährverbindungen vorgestellt. Hier ist die entsprechende Medieninformation der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz dazu:

„Attraktives und anschauliches Linienangebot

Online ist er schon da: Fahrplan_2026-PDF.pdf

Hellblau und zweisprachig wird die gedruckte Fassung in diesen Tagen in der Nationalparkregion verteilt: Der traditionelle grenzübergreifende touristische Fahrplan für die Nationalparkregion Böhmisch-Sächsische Schweiz. Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst konnte ihn wieder in guter Zusammenarbeit mit der Regionalverkehr Sächsische Schweiz Osterzgebirge GmbH (RVSOE) und dem Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) unter dem Dach von „Fahrtziel Natur“ zusammenstellen. Auch die Fahrplandaten der Böhmischen Schweiz sind dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen aus dem Landkreis Ústí nad Labem enthalten.

An den Bedürfnissen des Gastes orientiert enthält der grenzübergreifende Fahrplan attraktive ÖPNV-Linien, über die viele Orte auf beiden Seiten der deutsch-tschechischen Grenze erreichbar sind.

Das Linienangebot der RVSOE umfasst unter anderem interessante Routen wie:

  • die Linie 254, die von Bad Schandau über Hohnstein zur Bastei und weiter nach Pirna verkehrt
  • den PlusBus 219 zwischen Pirna über Bad Gottleuba zum Grenzübergang Bahratal und grenzübergreifend(!) weiter als 217 über Tisá und Sněžník bis Königstein.
  • den neuen PlusBus 260 von Bad Schandau nach Sebnitz-

Sogar für den grenzübergreifenden Wanderbus auf der Tisá-Linie 217 gilt nun auch die Gästekarte mobil!

Neu im grenzübergreifenden Fahrplan ist, dass jede Linie jetzt in einer topografischen Einzelkarte, mit der Landschaft, durch die sie führt, dargestellt ist. Die Karten erleichtern die schnelle Orientierung im Gelände und zur nächsten Haltestelle. Über QR-Codes in den Karten erhält man touristische Hinweise entlang der Fahrtroute sowie den zugehörigen Fahrplan der jeweiligen Linie. Das vielseitige Fahrplanheft ist wieder weitgehend zweisprachig gehalten.

Mit dem Ziel, die Belastungen durch den Ausflugsverkehr in den Nationalparkregionen Böhmische und Sächsische Schweiz zu reduzieren, hat die Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst seit 28 Jahren die Redaktion und grafische Gestaltung des umfangreichen Heftes mit grenzübergreifenden Mobilitätsangeboten inne. Touristen und Tagesausflügler finden hier alle relevanten Linienverkehre kompakt in einem Heft.

Dank der Unterstützung aller öffentlichen, privaten und kommunalen Verkehrsanbieter auf beiden Seiten der Grenze war dies auch 2026 wieder möglich. Mit den attraktiven und gemeinsam abgestimmten Linienangeboten möchten die verantwortlichen Akteure die umweltfreundliche Mobilität in der Nationalparkregion grenzüberschreitend fördern, den Autoverkehr verringern helfen und Engpässe bei den Parkplätzen vermeiden.

Dazu passt die Gästekarte mobil. Sie ermöglicht den Übernachtungsgästen in der Sächsischen Schweiz freie Fahrt in Bus, Zug, Kirnitzschtalbahn und den acht Elbfähren (außer Kurort Rathen). Dieser Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Wanderregionen erfährt immer weiteren Zuspruch. In der Böhmischen Schweiz wird seit zwei Jahren ein ähnliches Ticket ab zwei Tagen Übernachtung angeboten.

Die Druckkosten für die wieder umfangreiche Auflage von 51.000 Exemplaren à 72 Seiten haben dankenswerterweise erneut zum Großteil der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) und weitere Verkehrspartner übernommen.

Seit 2003 gehört die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz der bundesweiten Initiative „Fahrtziel Natur“ an. Zusammen mit den Nahverkehrspartnern und dem Tourismusverband Sächsische Schweiz hat sie bereits drei Preise für bundesweit vorbildliche Lösungen für touristischen Nahverkehr erhalten.

Neu im grenzübergreifenden Fahrplan ist, dass jede Linie jetzt in einer topografischen Einzelkarte, mit der Landschaft, durch die sie führt dargestellt ist, hier am Beispiel der PlusBus-Linie 219. Die Karten erleichtern die schnelle Orientierung im Gelände und zur nächsten Haltestelle. Über QR-Codes in den Karten erhält man touristische Hinweise entlang der Fahrtroute sowie den zugehörigen Fahrplan der jeweiligen Linie.

Pressesprecher

________________________________________________________________________________________
STAATSBETRIEB SACHSENFORST | STATE ENTERPRISE SACHSENFORST

Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz  | National Park- and Forest Administration   

Leiter Stabstelle, Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher | Head of executive department, public relations and press officer

An der Elbe 4, 01814 Bad Schandau

035022/ 900 615

0173 3796 503

Hanspeter.mayr@sachsenforst.sachsen.dewww.nationalpark-saechsische-schweiz.de“

Besucherlimit für Tyssaer Wände in der Böhmischen Schweiz

Am 1. April beginnt offiziell die Hauptsaison in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz. Einen Tag vor Beginn informiert die Gemeinde Tisa (Tyssa) über aktuelle Besucherregelungen. So werden während der gesamten Saison täglich maximal 2.000 Besucher in der Tyssaer Felsenstadt zugelassen. Ist diese Anzahl erreicht, bleiben die Tore geschlossen. Der Eintritt kostet pro Person 100 Tschechische Kronen (= ca. 4 €) und kann online über die Webseite https://vstupenky.turistikatisa.cz gebucht werden. Dort ist auch ersichtlich, wie viele freie Plätze noch verfügbar sind. Um unerlaubten Zutritt zu verhindern, setzt die Gemeinde auf Kontrollen.

Diese Form der Besucherbegrenzung ist nicht neu. Auch für die Edmundsklamm in der Gemeinde Hřensko (deutsch: Herrnskretschen) gilt ein eingeschränkter Ticketverkauf, ebenso für die Felsenstadt von Adršpach (deutsch: Adersbach).

(Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe 31.03.2026)

Auf den Spuren des Heidebibers

Gestern stand wiedermal eine Tour durch die Dresdner Heide auf dem Plan. Sie ist Dresdens Klimaanlage, Sauerstoffproduzentin und seit mehr als 13 Jahren Heimat einer munteren Biberpopulation. Biber mitten im Wald? Es sind vermutlich Einwanderer aus einem Teichgebiet im Schönfelder Hochland, die sich den Lebensraum entlang des Flusses Priessnitz erschlossen haben.

Erste Anwesenheitsspuren in Form angeknabberter Bäume entdeckten wir während eines Sonntagsspaziergangs im Jahr 2012. Wiederholte Besuche an jenen Stellen bestätigten, dass es sich um Biberspuren handelte und mindestens 1 Tier heimisch geworden war. Im Jahr 2013 veranstaltete ich für den Verein Natur- und Landschaftsführer Sachsen e.V. eine Exkursion unter dem Motto „Weiches Holz und harte Zähne: Auf den Spuren des Heidebibers“. Die örtliche Presse veröffentlichte den Veranstaltungshinweis und mehr als 50 Interessierte fanden sich am Treffpunkt ein. Darunter waren auch Mitglieder großer Naturschutzvereine, die sichtlich überrascht vom Vorkommen des Bibers in der Heide schienen.

Seitdem statten wir bei fast jeder Heidetour dem Biber einen Besuch ab. Zwischenzeitlich sah es so aus, als ob er seinen Lebensraum aufgegeben hätte: keine frischen Fraßspuren mehr, der Biberdamm war durchbrochen und die Waldwiese nicht mehr vernässt. Jetzt ist das wieder anders. Der Damm besteht wieder, die Fraßspuren sind frisch und zahlreich und die Wiese steht wieder unter Wasser. Die Arbeitsnachweise des Bibers sind nicht zu übersehen. Nur den tierischen Baumeister haben wir noch nie beobachten können.

Grenzüberschreitende Jubiläumstour im Osterzgebirge zu Himmelfahrt

Am 14. Mai 2026 wird der Himmelfahrtsfeiertag begangen. Gleichzeitig findet deutschlandweit der „Tag des Wanderns“ statt. Vor 10 Jahren kam der Deutsche Wanderverband e.V. auf die Idee, jährlich am 14. Mai einen „Tag des Wanderns“ im wahrsten Sinn des Wortes „zu begehen“. Dem widmen wir eine grenzüberschreitende Tour durch das Sächsisch-Böhmische Osterzgebirge. Sie beginnt in Zinnwald-Georgenfeld und endet in Holzhau. Die Teilnahme ist zur Feier des Tages kostenlos, die Anmeldung jedoch erforderlich. Interessierte melden sich bitte entweder hier im Tourenprogramm (siehe: https://www.datefix.de/kalender/6004/?dfxid=1363631 ) oder im Tourenprogramm der Sektion Dresden des Deutschen Alpenvereins an (siehe: https://www.dav-dresden.de/touren-kurse/touren/touren?view=tour&id=4389 ).

Der genaue Treffort, die Treffzeit und die Fahrtinformationen werden allen Angemeldeten am Mittwoch vor der Tour per E-Mail bekannt gegeben!

Eurasischer Luchs in der Böhmischen Schweiz nachgewiesen

Am 16.03.2026 veröffentlichte die Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz via Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz eine kleine Sensation: den Nachweis eines Eurasischen Luchses:

An der Grenze zwischen dem Nationalpark Böhmische Schweiz und dem Landschaftsschutzgebiet Lausitzer Gebirge wurde ein Eurasischer Luchs nachgewiesen

16.03.2026: Einen Hinweis auf die Bewegung eines Eurasischen Luchses an der Grenze zwischen dem Landschaftsschutzgebiet Lausitzer Gebirge und dem Nationalpark Böhmische Schweiz lieferten Bewohner einer der umliegenden Gemeinden. Sie begegneten dem Wildtier am Freitag, dem 13. März, kurz vor 22 Uhr auf dem Weg nach Doubice, das an der Grenze beider Schutzgebiete liegt [rund 7km vom Nationalpark Sächsische Schweiz entfernt]. Sie hielten ihr Auto an, damit das Tier die Straße überqueren konnte, und in dieser Situation gelang es ihnen, es im Licht der Scheinwerfer mit der Handykamera zu fotografieren.

Die Fahrerin Vladimíra Visokaiová schildert die Begegnung so: „Wir sahen den Lichtreflex in den Augen eines Tieres, von dem ich zunächst dachte, es könnte ein Fuchs sein, deshalb verlangsamte ich die Fahrt. Als sich die Augen weiter auf die Straße zubewegten, hielt ich ganz an. Es zeigte sich, dass das Tier viel größer war; zunächst duckte es sich in den Graben am Straßenrand, als wolle es sich verstecken. In diesem Moment war uns bereits klar, dass es sich um einen Eurasischen Luchs handelte. Als er sah, dass sich das Auto nicht näherte, trat er auf die Fahrbahn und begann, sie langsam zu überqueren. Es war überwältigend, mit eigenen Augen zu sehen, wie mächtig seine Pfoten sind und wie dicht sein Fell ist. Meine Tochter und mein Sohn fotografierten ihn geistesgegenwärtig.“

Das Foto und eine nähere Beschreibung des Ereignisses stellte die Fahrerin bereits am folgenden Tag der Verwaltung des Nationalparks Böhmische Schweiz zur Verfügung. Diese teilte die Information auch mit den Kolleginnen und Kollegen der Agentur für Natur- und Landschafts-schutz der Tschechischen Republik, auch deshalb, weil die Aufnahme auf der Seite des Landschaftsschutzgebiets Lausitzer Gebirge entstanden war.

Karolína Šůlová, Sprecherin der Agentur für Natur- und Landschaftsschutz der Tschechischen Republik, kommentiert das Ereignis wie folgt: „Der Nachweis des Eurasischen Luchses im Gebiet des Landschaftsschutzgebiets Lausitzer Gebirge ist eine gute Nachricht über den Zustand der natürlichen Umwelt. Wir werden die Situation weiter beobachten, auch um herauszufinden, ob es sich um ein wanderndes Individuum handelt. Oder ob bereits von einem Territorium gesprochen werden kann, in dem sich der Luchs dauerhaft aufhält. Im zweiten Fall wäre dies eine hervorragende Nachricht anlässlich des diesjährigen 50. Jahrestags der Gründung des Landschafts-schutzgebiets Lausitzer Gebirge.“

Fotografische Nachweise des Eurasischen Luchses im Nationalpark Böhmische Schweiz und seiner Umgebung sind äußerst selten. Dabei werden wildlebende Tiere direkt im Nationalpark Böhmische Schweiz mit erhöhter Intensität unter Einsatz von Fotofallen dokumentiert. Unmittelbar aus dem Gebiet des Nationalparks liegen bislang nur zwei fotografische Nachweise vor: eine nächtliche Fotofallenaufnahme aus dem Jahr 2011 sowie eine von Besucherinnen und Besuchern des Nationalparks aufgenommene Fotografie aus dem Jahr 2020. Im Jahr 2011 handelte es sich vermutlich um ein wanderndes Individuum, im Jahr 2020 um ein Tier, das im Rahmen eines in Polen durchgeführten Wiederansiedlungsprogramms freigelassen worden war. Über die Herkunft des auf dem aktuellen Foto festgehaltenen Luchses lassen sich derzeit noch keine Schlussfolgerungen ziehen.

In der Tschechischen Republik kommen Luchse[1] vor allem in den Gebieten der Beskiden und der Javorníky sowie im Böhmerwald und dessen Umgebung vor. Sporadisch sind Nachweise im Altvatergebirge, im Isergebirge, im Riesengebirge oder im Erzgebirge, wo auf der sächsischen Seite derzeit ein Wiederansiedlungsprogramm läuft. Dank ihres Wanderverhaltens wurden sie beispielsweise auch im Mährischen Karst, in den Gebieten der Böhmisch-Mährischen Höhe, im Brdy-Gebirge oder eben in der Böhmischen Schweiz nachgewiesen.

Der Eurasische Luchs ist in der Landschaft der Tschechischen Republik zahlreichen Gefahren und Hindernissen ausgesetzt. Im vergangenen Jahrzehnt wurden wiederholt Todesfälle infolge von Kollisionen mit Verkehrsmitteln registriert. Wiederholt wurden auch Fälle illegaler Jagd – Wilderei – nachgewiesen. Gerade das gesellschaftliche Problem der Wilderei haben Fachleute bereits in der Vergangenheit als Hemmnis für eine stärkere Ausbreitung dieser Art in unserer Landschaft bezeichnet [2].

Bildunterschrift: Eurasischer Luchs, aufgenommen zwischen dem Nationalpark Böhmische Schweiz und dem Landschaftsschutzgebiet Lausitzer Gebirge. Foto: Lucie Roudná

Anmerkungen: [1] Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
[2] Červený, Koubek, Bufka: Eurasian lynx (Lynx lynx) and its chance for survival in Central Europe: the case of the Czech RepublicQuelle:https://www.researchgate.net/publication/254326923_Eurasian_Lynx_Lynx_Lynx_and_its_Chance_for_Survival_in_Central_Europe_The_Case_of_the_Czech_Republic

i.A. des Pressesprechers

Nadja Rademacher

Sachbearbeiterin Öffentlichkeitsarbeit-Netzwerk

Assistant Desk Officer Public Relation-Network

______________________________________________________________________________

STAATSBETRIEB SACHSENFORST

Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz

Postanschrift: An der Elbe 4 | 01814 Bad Schandau

Tel.: +49 35022 900-625 | Fax: +49 35022 900-729

Nadja.Rademacher@sachsenforst.de | www.nationalpark-saechsische-schweiz.de

Bahn sperrt Elbtalstrecke zwischen Dresden und Tschechien

In der Ausgabe vom 02.03.2026 veröffentlichte die Sächsische Zeitung folgende Information der Deutschen Bahn:

„Bahn sperrt Elbtalstrecke zwischen Dresden und Tschechien

Reisende müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen – der Überblick.

Wegen Bauarbeiten kommt es zwischen März und Mai immer wieder zu Sperrungen auf der Bahnstrecke zwischen Dresden und der tschechischen Grenze. Die konkreten Termine teilte die Deutsche Bahn nun mit. Hintergrund ist die Modernisierung der Infrastruktur auf der Strecke durch das Elbtal zwischen Bad Schandau und Schöna.

Im Mittelpunkt der Arbeiten steht das Hirschmühlenviadukt, das den Mühlgrundbach überspannt. Dort erneuert die Bahn die Fahrbahnwanne sowie den Kopfbereich einer angrenzenden Stützwand. Zusätzlich finden zwischen Schöna und Bad Schandau Ost Kabeltiefbauarbeiten statt. Im Güterbahnhof Bad Schandau Ost werden Anlagen fertiggestellt, um den Betriebsablauf zu verbessern.

Die Sperrungen zwischen Schöna und Bad Schandau im Detail

Für die Arbeiten wird der Abschnitt zwischen Schöna und Bad Schandau mehrfach vollständig gesperrt. Die Daten im Überblick:

■ Vom 15. bis 22. März 2026 ist die Strecke täglich von 9 bis 17 Uhr dicht.

■ Ab dem 23. März 2026 bis November 2027 bleibt sie montags, außer an Feiertagen, von 9 bis 19 Uhr gesperrt.

■ Weitere Totalsperrungen sind vom 14. bis 19. April 2026 jeweils von 9 bis 17 Uhr geplant.

■ Nachtsperrungen gibt es vom 13. bis 17. April sowie vom 25. bis 29. April 2026 jeweils von 21 bis 3 Uhr.

Zwischen Dresden und Ústí nad Labem fahren an den Tagen mit Totalsperrung Ersatzbusse.

Von Juni bis November 2026 sollen weitere Sperrungen folgen. Details wird die Bahn rechtzeitig bekannt geben.

Weitere Einschränkungen zwischen Heidenau und Rathen

Unabhängig davon kommt es bereits seit dem 21. Februar bis zum 11. April 2026 auf der Strecke zwischen Heidenau und Rathen zu Einschränkungen. Dort wird im sogenannten Gleiswechselbetrieb gebaut; zusätzlich gibt es nächtliche Totalsperrungen.

Die Deutsche Bahn bittet Reisende und Anwohner um Verständnis. Aktuelle Informationen zu Fahrzeiten und möglichen Ersatzverkehren sind im DB Navigator und auf bahn.de abrufbar.

Quellenangabe: vom 02.03.2026, Seite 17″

Die Sperrungen wirken sich auch auf geplante Touren aus. Jede betroffene Tour muss noch einmal auf Durchführbarkeit überprüft werden. Änderungen im Tourenprogramm sind deshalb möglich. Dafür bitte ich um Verständnis.

Digitale Souveränität ist antagonistisch

Mit der digitalen Souveränität ist das so eine Sache. Man kann – und sollte – für sich selbst die nötigen technischen Entscheidungen treffen und Weichen stellen. Das habe ich getan und es fühlt sich gut an. Aber man ist nicht allein im Sozialuniversum und wie sich herausgestellt hat, hängt man an unsichtbaren, sozialen Fäden. Das sind z.B. geteilte Google-Kalender, die ganze Jahresprogramme enthalten. Klinkt man sich dort aus, bricht die Kommunikation zu gemeinsamen Veranstaltungen ab oder wird zumindest schwierig – Stichwort: Programmänderung. Also bleibt man vorerst dort, um sich nicht ins Abseits zu begeben.

Ähnlich verhält es sich mit Whatsapp. Teilnehmende an Lehrgängen oder Wanderwochen verabreden sich gern und oft in Whatsapp- Gruppen. Man tauscht Fotos aus, verabredet sich zu weiteren gemeinsamen Unternehmungen oder einfach nur zur Kontaktpflege. Der konsequente Guide oder Trainer hat sich dagegen für die eigene digitale Souveränität entschieden. Konsequenz: Er gehört nicht mehr dazu. Er will nicht mehr dazu gehören, zumindest technisch. Das ist die Konsequenz aus seiner Entscheidung. Ansonsten schon gern. Aber die Anderen sehen keinen Vorteil darin, z.B. zu Signal, Threema oder Matrix zu wechseln. Sie wollen nicht technischen oder datenschutzrechtlichen Argumenten folgen. Sie entscheiden sich ebenfalls für digitale Souveränität. Für ihre eigene. Man hat die Wahl, in beide Richtungen.

Digitale Souveränität beinhaltet also auch antagonistische Aspekte. Ich habe mich einerseits entschieden, digital souveräne Lösungen zu bevorzugen und entsprechend zu handeln. Andererseits sind mir meine sozialen Kontakte viel zu wertvoll, um sie zu ignorieren. Es bleibt deshalb vorerst bei den Kompromisslösungen Google Workspace und Whatsapp. Das Eine tun und das Andere (noch) nicht (ganz) lassen.

Natursaxe® unterwegs zu digitaler Souveränität

So wie auf dem Titelfoto wird es auf meinem PC nicht mehr aussehen. Der läuft jetzt unter Linux Mint – und zwar wie geschmiert. Microsoft ist Vergangenheit. Vergangenheit sind auch Facebook, Google Workspace, Whatsapp, Zoom und Webex. Noch nicht ganz vorbei ist die Zeit von Android auf dem Smartphone. Aber wenn es mal einen vollwertigen Ersatz gibt…

Durch den Verzicht auf o.g. Software hat sich auch die Kommunikationsbasis verändert. Allein durch das Löschen des Whatsapp- Kontos ist die Verbindung zu rund 50% meiner Kontakte auf diesem Kanal weggebrochen. Nicht alle werden es sofort merken. Manche erst, wenn sie ein Anliegen haben. Zum Glück gibt es Alternativen und Bewährtes. Per E-Mail und Telefon hat sich nichts geändert. Erreichbar bin ich auch weiterhin über Threema und Signal. Einen neuen Kanal habe ich auf Matrix eröffnet – siehe Impressum.

Warum dieser Wechsel? Weil es bringt praktisch nichts bringt, immer nur über die Möglichkeiten digitaler Souveränität und Resilienz zu philosophieren. Nachdem Behörden eines großen Landes jenseits des Atlantiks einem Juristen am Europäischen Gerichtshof den Zugang zu seinem Outlook- Konto und seiner Kreditkarte gesperrt haben – oder Microsoft und die Kartenfirma darum „baten“, wurde es höchste Zeit für alternatives Handeln. Vom Nachdenken und Reden ins Handeln kommen, lautet die persönliche Entscheidung. Das war einfacher als gedacht, auch wenn Zeit für die Umgewöhnung erforderlich ist. Doch der eingeschlagene Weg zu digitaler Souveränität und Resilienz gibt ein gutes Gefühl, auch wenn das Ziel noch nicht hundertprozentig erreicht ist.