Kategorie: Waldbrand

Waldbrandvorsorge im Nationalpark Sächsische Schweiz auf neuem Niveau

Der große Waldbrand in den Nationalparks Sächsische und Böhmische Schweiz offenbarte einen eklatanten Mangel an Löschwasser in den schwer zugänglichen Wald- und Felsgebieten. Inzwischen ist viel unternommen worden, um bei zukünftigen Brandereignissen besser vorbereitet zu sein, wie folgender Presseinformation der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz und der Stadt Bad Schandau zu entnehmen ist:

„Gemeinsame Pressemitteilung:

Bad Schandauer Zisterne eingeweiht – drei Kommunen sorgen jetzt zusammen für 500.000 Liter Löschwasservorrat im Nationalpark Sächsische Schweiz

Pünktlich zum Jahresende 2023 konnte auch im Bad Schandauer Stadtgebiet das Großprojekt zur Verbesserung der Löschwassersituation im Nationalpark Sächsische Schweiz erfolgreich beendet werden. Bürgermeister Thomas Kunack konnte nun bei einem Ortstermin am Wanderweg Lehne zusammen mit dem Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung Uwe Borrmeister den gelungenen Abschluss der Bauarbeiten und die funktionsfähige Zisterne mit 50 Kubikmetern Fassungsvermögen begutachten. Ähnliche Termine gab es bereits in Hohnstein und Sebnitz. 50 Kubikmeter entspricht etwa dem Löschwasservorrat von rund 10 Tanklöschfahrzeugen des Typs TLF 4000 der Feuerwehren. Die Kosten der Zisterne lagen schließlich bei 158.000 Euro, wobei zu Beginn der Planungen deutlich weniger als 100.000 Euro kalkuliert werden konnten.

Der Standort am nördlichen Fuß der Schrammsteinkette wurde aus den leidvollen Erfahrungen der Vergangenheit heraus ausgewählt. Immer wieder mussten die Feuerwehren hierher ausrücken, um Waldbrände auf abgelegenen Riffen zu löschen, die durch illegale Lagerfeuer ausgelöst wurden.

Am Projekt der Verbesserung der Löschwassersituation mit insgesamt sieben Zisternen im Nationalpark lag in der Verantwortung der Städte Bad Schandau, Hohnstein und Sebnitz. Diese waren 2023 mit erheblichen Preissteigerungen konfrontiert. Das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft konnte kurzfristig die bereits zugesagten Fördermittel von ursprünglich 522.000 Euro im Mai 2023 für alle sieben Zisternen zusammen um weitere 616.476 Euro erhöhen und den Projekterfolg sichern.

Mit der Errichtung der unterirdischen Löschwasserzisternen verbesserten alle drei Kommunen die Löschwasserbereitstellung im teilweise sehr schwer zugänglichen Elbsandsteingebirge nachhaltig. Zusammengefasst stehen den Feuerwehren nun aus den Zisternen 500 m³ Wasser stationär unmittelbar im Nationalpark zur Verfügung. Damit wird der überaus wichtige erste Löschangriff effektiv unterstützt.

Die neuen Löschwasserzisterne stehen jetzt an folgenden Standorten bereit:

  1. Ostrauer Lehne (Bad Schandau) mit einem Fassungsvermögen von 50 m³
  2. Waitzdorf (Hohnstein mit 100 m³)
  3. Ziegenrücken (Hohnstein mit 50 m³)
  4. Brand (Hohnstein mit 50 m³)
  5. Buchenparkhalle (Sebnitz – Hinterhermsdorf mit 100 m³)
  6. Thorwaldwiese (Sebnitz-Ottendorf 100 m³)
  7. Großer Zschand (Sebnitz-Ottendorf 50 m³)

Die Bauweise der frostsicher unter Flur eingebauten Zisternen reicht von klassischem Stahlbeton bis hin zu profilverstärktem Polypropylen.

Bürgermeister Thomas Kunack von Bad Schandau ist froh, dass an der strategisch wichtigen Stelle an den Schrammsteinen nun ein bedeutender Löschwasservorrat zur Verfügung steht: „Trotz der erhöhten Förderung durch das Umweltministerium war der Bau eine finanzielle Herausforderung für die Stadt. Leider zwingt uns das unvernünftige Verhalten weniger Waldbesucher mit ihren illegalen Lagerfeuern zu dieser Investition. Glücklicherweise konnten 2023 durch die schnelle Meldung von noch brennenden Lagerfeuern diese schnell gelöscht werden. Dank neuer mobiler Ausrüstung bei Rangern und Feuerwehren und eingeübter Zusammenarbeit konnte die Feuer schnell gelöscht und eine Ausbreitung verhindert werden.“

Uwe Borrmeister, Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst: „Mit der neuen Zisterne am Fuße der Schrammsteine hält die Stadt Bad Schandau künftig an einem strategisch wichtigen Punkt einen bedeutenden Löschwasservorrat von 50 Kubikmetern im Nationalpark vor. Zusammen mit sechs weiteren unterirdischen Zisternen, die durch die Städte Hohnstein und Sebnitz gebaut wurden, ist ein solides Netz von neuen Löschwasserreservoirs für den vorbeugenden Waldbrandschutz im Nationalpark entstanden. Die Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst ergänzt dies von ihrer Seite mit mobilen Löschwasserzisternen, einer erhöhten Zahl von Rangern der Nationalparkwacht, mobiler Löschausstattung und Reduzierung der Brandlast entlang von Rettungswegen einen verbesserten Waldbrandschutz.“

Geprägt vom großen Waldbrand 2022 rufen Thomas Kunack und Uwe Borrmeister gemeinsam Wanderer dazu auf, Feuer zu vermeiden und jedes illegale Lagerfeuer im Wald schnell zu melden. Waldbrände können nur dann schnell gelöscht werden, solange sie noch klein sind. „Sprechen Sie die Menschen an, die sich der Gefahren nicht bewusst sind, die sie mit einem Lagerfeuer erzeugen. Fordern Sie sie auf, das Feuer zu löschen. Führt das nicht zum Erfolg, zögern Sie auch bei kleinen Lagerfeuern nicht damit, die 112 anzurufen. Die Feuerwehren werden dann mit den Rangern alarmiert und kommen zum Brandort.“

Foto:

Hp. Mayr

Thomas Kunack, Bürgermeister von Bad Schandau und Uwe Borrmeister, Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz haben offiziell die Löschwasserzisterne in der Nähe der Schrammsteine im Nationalpark in Betrieb genommen. Sie ist unauffällig unterirdisch eingebaut und hält 50 Kubikmeter Löschwasser für den schnellen Löschangriff bereit. Für schnelles effektives  Löschen sind weiterhin Löschrucksäcke und Waldbrandhacken erforderlich, mit denen die Nationalparkwacht und viele Feuerwehren der Region ausgestattet sind. Das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft hat neben dieser Zisterne auch sechs weitere der Städte Hohnstein und Sebnitz mit insgesamt 1,14 Millionen Euro gefördert.

Hanspeter Mayr

Pressesprecher

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Erneut illegales Lagerfeuer im Nationalpark entdeckt und gelöscht

Nur wenige Tage nach der letzten Information über eine illegale Feuerstelle im Nationalpark Sächsische Schweiz gibt es erneut einen Anlass, über menschliches Fehlverhalten zu informieren. Am 17.10.2023 wurden Polizei und Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wehlen zu einem Feuer gerufen. Derartige Meldungen häufen sich inzwischen fast im Wochentakt und lassen Zweifel an der Vernunft mancher Besucher zu.

„Am Abend des vergangenen Dienstag (17.10.) wurden Beamte des Polizeireviers Pirna und die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wehlen zu einem illegalen Lagerfeuer oberhalb von Stadt Wehlen gerufen.

Drei dänische Malerwegwanderer hatten auf einem Felsriff abseits der offiziellen Wege verbotenerweise ein Zelt errichtet und ein Lagerfeuer entzündet.

Während die Beamten ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Wanderin und zwei Wanderer einleiteten, löschte die Feuerwehr das Lagerfeuer. Das Feuer wurde auf einem exponierten Felsriff entzündet. Vom Wind verdriftete Glutpartikel hätten leicht darunter liegende Waldpartien entzünden können.

Die Nationalparkwacht kontrollierte am Folgetag die Feuerstelle und auch die am Fuße des Felsens gelegenen Bereiche und nahm ebenfalls die Personalien der Wanderer auf.

Offensichtlich hat die neue Ausschilderung zum Feuer- und Rauchverbot die Wandertouristen aus Dänemark nicht erreicht oder sie haben sich bewusst darüber hinweggesetzt.

In den zurückliegenden Wochen konnte die Nationalparkwacht mehrere illegale Feuerstellen löschen.

Der stellvertretende Nationalparkleiter Christian Starke bedankt sich bei denjenigen, die Polizei und Feuerwehr über das illegale Lagerfeuer informiert haben und dass diese das Feuer schnell löschen konnten: „Waldbrände können am erfolgreichsten vermieden oder bekämpft werden, wenn Feuerstellen wie diese schnell entdeckt und gelöscht werden. Ich appelliere an die Besucher, sich an das Feuer- und Rauchverbot im Wald zu halten und dass sie illegale Feuer im Wald schnellstmöglich bei der 112 melden.“

Foto: F. Kowalzik

Bei diesen Bildern werden unliebsame Erinnerungen an den Waldbrand von 2018 in der Nähe der Bastei wach: 400 Feuerwehrleute brauchten damals 4 Tage um das Feuer zu löschen. Ein Übergreifen auf die Gebäude von Kurort Rathen drohte.

Dieses aktuelle Lagerfeuer wurde rechtzeitig der Polizei und Feuerwehr gemeldet und konnte gelöscht werden. Die Reste des Löschschaums waren noch man nächsten Morgen bei der Nachkontrolle der Feuerstelle durch die Nationalparkwacht zu sehen. Gegen die Verursacher wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Hanspeter Mayr

Pressesprecher
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Wieder illegales Lagerfeuer im Nationalpark Sächsische Schweiz entdeckt

Am Donnerstag, dem 12.10.2023, entdeckten und löschten Helfer und Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung im Bereich des Großen Winterbergs erneut ein illegales Lagerfeuer. Mit folgender Pressemitteilung informiert die Nationalparkverwaltung über das Geschehen:

Nationalparkwacht entdeckt und löscht illegale Feuerstelle

Am gestrigen Donnerstag, dem 12.10.2023 mussten Helfer der Nationalparkwacht erneut Brandgeruch und eine illegale Feuerstelle im Nationalpark am Hang des Großen Winterbergs in der Nähe des Wanderwegs Wurzel feststellen. Die Suche war durch das Verdriften des Rauchs langwierig, doch schließlich erfolgreich. Die Verursacher des mitten in einer dicken Laubstreuschicht glimmenden Feuers waren nicht mehr festzustellen.

Die herbeigerufenen hauptamtlichen Mitarbeiter der Nationalparkwacht brachten insgesamt sechs Löschrucksäcke mit insgesamt 150 Litern Löschwasser sowie Hacken und Schaufeln an der Brandstelle zum Einsatz. Waldarbeitslehrlinge aus dem Forstbezirk Neustadt haben die Löscharbeiten im Rahmen ihrer überbetrieblichen Ausbildung bei der Nationalparkwacht unterstützt.

Die Glut hatte sich im Laub bereits bergab gefressen. Gemeinsam konnte das Feuer auf einer Fläche von rund sechs Quadratmetern aufgegraben und gelöscht werden. Vermutlich hat die feuchte Witterung schlimmeres verhindert. Frisch abgesägte Äste in unmittelbarer Nähe der Feuerstelle sind eindeutige Indizien für ein illegales Lagerfeuer.

Die Nationalparkverwaltung wird Anzeige gegen Unbekannt erstatten. Hinweise zu den Brandverursachern nimmt die Nationalparkverwaltung zu diesem Zweck gerne entgegen.

Foto: Nationalparkwacht Schmilka

Naturschutzhelfer entdeckten die unzureichend abgelöschte und illegale Lagerfeuerstelle am Hang des Großen Winterbergs. Die herbeigerufenen hauptamtlichen Mitarbeiter der Nationalparkwacht brachten insgesamt sechs Löschrucksäcke mit insgesamt 150 Litern Löschwasser sowie Hacken und Schaufeln an der Brandstelle zum Einsatz. Waldarbeitslehrlinge aus dem Forstbezirk Neustadt haben die Löscharbeiten unterstützt.“

Erste mobile Zisterne im Nationalpark Sächsische Schweiz in Betrieb genommen

Die Vorschläge der Expertenkommission in Auswertung des Waldbrandes 2022 im Nationalpark Sächsische Schweiz werden umgesetzt. Dazu veröffentlichte die Nationalparkverwaltung folgende Pressemitteilung:

Erste mobile Löschwasserzisterne im Nationalpark Sächsische Schweiz in Betrieb genommen

Die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst hat heute erfolgreich die erste von insgesamt drei mobilen Löschwasserzisternen in Betrieb genommen.

Die Feuerwehr Sebnitz unterstützte uns tatkräftig bei der Wasserbefüllung. Mit insgesamt vier Fahrten mit je 5 m³ wurde nach ca. drei Stunden die Befüllung abgeschlossen.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle geht an die Kameraden der FFW Sebnitz, die diese Aktion in Ihrer Freizeit abgesichert haben.

Diese innovativen Behälter werden in der Waldbrandsaison von März bis Mitte Oktober eingesetzt und ergänzen die bestehenden Maßnahmen zur Waldbrandprävention im Nationalpark.

„Die mobilen Zisternen stellen einen wichtigen Baustein im vorbeugenden Waldbrandschutz dar. Sie ermöglichen die Bereitstellung von Löschwasser in wasserarmen und brandgefährdeten Waldgebieten und unterstützen so einen zeitnahen und effektiven Beginn der Brandbekämpfung. Dies wirkt sich vor Ort unmittelbar auf die Einsatzdauer und den Umfang der Schadenfläche aus und setzt die Hinweise aus dem Bericht der Expertenkommission Waldbrände 2022 und der Strategischen Waldbrandschutzkonzeption des SMI zielgerichtet um. Mit den flexiblen Löschwasserbehältern ergänzen wir die sieben geplanten stationären Zisternen, die wir 2021 mit den Gemeinden abgestimmt haben, und stellen schon vor deren Fertigstellung Alternativen bereit.“ so Uwe Borrmeister, Leiter der Nationalparkverwaltung. Die erste fest installierte Zisterne am Ziegenrücken wurde durch die Stadt Hohnstein bereits Mitte Mai in Betrieb genommen.

Die heute mit Wasser befüllte Zisterne verfügt über ein Fassungsvermögen von 20 Kubikmetern. „Die faltbaren Löschwasserzisternen sind ohne Baumaßnahmen in der Natur und deshalb sogar im Nationalpark gut einsetzbar. Es braucht weder eine metertiefe Baugrube noch ein Betonfundament. Ein planierter Untergrund für einen sicheren Stand ist schon ausreichend“, betont Kai Steigert, Mitarbeiter des Bereitstellers Veolia Wasser Deutschland GmbH, die Naturverträglichkeit des Produkts. Das System ist geschlossen, dadurch stellt es für Menschen und Tiere kein Risiko dar und es geht kein Wasser durch Verdunstung verloren. Insgesamt hat die Nationalparkverwaltung von Sachsenforst drei speziell konfigurierte Anlagen identischer Größe erworben. In den kommenden Tagen werden die anderen beiden ebenfalls in Betrieb genommen.

Die mobile Löschwasserzisterne wird von oben durch ein Tanklöschfahrzeug oder einen Wassertank befüllt. Das Seitenventil ermöglicht dann eine einfache Entnahme für Feuerwehrschläuche oder Löschwasserrucksäcke. Das Aufstellen der mobilen Zisternen erfolgt an mit den Ortsfeuerwehren abgestimmten Orten ausschließlich in den Wald-Felsgebieten im Nationalpark. Nach der Waldbrandsaison werden sie wieder abgebaut und können im nächsten Jahr erneut aufgebaut werden.

Lange Schlauchleitungen über mehrere hundert Höhenmeter waren im letzten Jahr beim Waldbrand eine zusätzliche Herausforderung.

Die schnelle Verfügbarkeit von Löschwasser in unmittelbarer Nähe von Brandstellen ist ein bedeutender Schritt zur Minimierung von Schäden durch Waldbrände. Mit dieser wichtigen Initiative verstärkt die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz die Waldbrandprävention und die allgemeine Sicherheit.

Die Nationalparkverwaltung betont dabei erneut das strikte Feuer- und Rauchverbot im Wald: „Wir appellieren weiterhin an die Vernunft aller Besucherinnen und Besucher der Nationalparkregion, damit die neuen Löschwasserzisternen gar nicht zum Einsatz kommen müssen“, so Nationalparkleiter Uwe Borrmeister.

Bildunterschriften:

Zisternenbefüllung: Ein herzliches Dankeschön geht vom Leiter der Nationalparkverwaltung, Uwe Borrmeister (re) an Kevin Henker von der Feuerwehr Sebnitz. Ohne die enorme Bereitschaft der Feuerwehr Sebnitz wäre die Planung und Durchführung nicht denkbar gewesen.

Zisterne im Nationalpark: Jetzt ist die erste von drei mobilen Zisterne mit 20 m³ Wasser gefüllt. Unsere Hoffnung ist jedoch, sie nie nutzen zu müssen.

i.A. des Pressesprechers

Herzliche Grüße

J. Weber

Jörg Weber

Regionale Kooperationen / Redaktion Sandsteinschweizer

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Zum Jahrestag des großen Waldbrandes erneut illegales Lagerfeuer im Nationalpark Sächsische Schweiz entdeckt

Und wieder wurde im Nationalpark Sächsische Schweiz ein illegales Lagerfeuer entzündet! Sachkundige Wanderer reagierten richtig und informierten Nationalparkwacht und Feuerwehr, die die Brandstelle schnell auffinden und löschen konnten. Die Nationalparkverwaltungen Böhmische und Sächsische Schweiz appellieren gemeinsam in der jeweiligen Landessprache in einer Pressemitteilung an die Besucher beider Parks:

„Gemeinsame Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung Böhmische und Sächsische Schweiz:

Nationalparkverwaltungen danken den Feuerwehren und appellieren das Feuerverbot einzuhalten

Zum Jahrestag erneut qualmende Feuerstelle entdeckt

Ein Jahr nach dem Beginn der Waldbrände in den Nationalparks Böhmische und Sächsische Schweiz im Jahr 2022 erneuern beide Nationalparkleiter Petr Kříž und Uwe Borrmeister Ihren Dank an die Feuerwehren und die weiteren Einsatzkräfte.

Übereinstimmend erklären beide: „Wir sind den vielen tausend ehren- und hauptamtlichen Kräften aus Tschechien und Deutschland außerordentlich dankbar für den wochenlangen Einsatz, mit dem sie es geschafft haben, die Brände in den Nationalparks Sächsische und Böhmische Schweiz zu löschen.“

Ausgerechnet am Jahrestag des Ausbruchs des Waldbrandes musste die Freiwillige Feuerwehr Bad Schandau ausrücken, um erneut eine versteckte, nicht abgelöschte illegale Feuerstelle zu löschen. An einer versteckten Stelle in den Schrammsteinen hatten Besucher am Wochenende ein Feuer auf der dicken Humusschicht des Waldbodens gemacht und nicht richtig abgelöscht. Im Untergrund brannte das Material weiter und musste im Laufe des Montags gelöscht werden. Feuerwehrleute aus Hamburg, die zum Wandern im Nationalpark waren, rochen und entdeckten das Feuer. Die Bad Schandauer musste erneut mit Löschrucksäcken und Hacken den beschwerlichen Weg zu dem Versteck finden und das Feuer löschen. Dabei wurden sie von der Nationalparkwacht unterstützt.

„Wir appellieren an alle Besucher der Schutzgebiete aber auch aller anderen Wälder, das Verbot, dort Feuer zu machen, zu rauchen oder Campingkocher zu betreiben einzuhalten. Verstöße werden wir konsequent verfolgen.“, bekräftigten die beiden Nationalparkleiter angesichts dieses unverständlichen aber leider typischen Vorgehens der Brandverursacher“

Beide Nationalparkverwaltungen haben zahlreiche Maßnahmen ergriffen, damit eine Waldbrandkatastrophe dieses Ausmaßes nicht wieder eintritt. Dazu haben sie sich erst vergangene Woche bei einem Treffen auf Leitungsebene erneut abgestimmt.

So kontrollieren die Ranger der Nationalparkwacht auf beiden Seiten der Grenze verstärkt die Einhaltung des Feuerverbots, zeitweise mit Unterstützung der Polizei und zuletzt auch abgestimmt in einer großen grenzübergreifenden Aktion. Diese Maßnahmen sollen fortgesetzt werden.

Für die schnelle Erkennung von Feuer in den unwegsamen Felsgebieten werden regelmäßig Kontrollen durchgeführt unter anderem mit Hilfe von Wärmebildkameras. Um die Feuerstellen schnell zu finden, wurden Drohnen beschafft. Mit neuen Löschrucksäcken sowie Waldbrandhacken können Mitarbeiter die Ausbreitung des Feuers bereits am Anfang und auch in unwegsamen Felsgebieten effektiver eingrenzen.

Die Nationalparkverwaltungen haben die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren weiter intensiviert, Abläufe trainiert und Rettungswege kartiert, um die Abläufe im Einsatzfall zu verbessern.

Abgestorbene Fichten in der Nähe gefährdeter Objekte wurden gefällt, das Holz teilweise entfernt oder bodennah abgelegt und damit begonnen, Feinreisig zu hacken. Weitere Maßnahmen wie diese werden in Kürze auf der Basis von Gutachten fortgesetzt.

Im Nationalpark Böhmische Schweiz waren teilweise Felssanierungen erforderlich, da das Feuer Gesteinsstrukturen in der Nähe von Gebäuden und öffentlichen Straßen geschwächt hatte. Vorbereitungen auf Verkehrssicherungsarbeiten entlang des beliebten Wanderweges Gabrielensteig und oberhalb der Edmundsklamm werden weiter vorangetrieben, können aber aufgrund des Umfangs, des steilen Geländes und des unkontrollierbar bruchgefährdeten Holzes leider nicht kurzfristig abgeschlossen werden.

In zahlreichen Begehungen haben beide Nationalparkverwaltungen den Entscheidungsträgern vor Ort die Geschehnisse auf den Waldbrandflächen vorgestellt und ihr weiteres Vorgehen erläutert. Auch diese Informations- und Abstimmungsarbeit wird weiter fortgesetzt.

Beide Nationalparkleiter sind sich einig: „Die Zusammenarbeit mit den Kommunen und die Abstimmung mit den Feuerwehren ist uns besonders wichtig. Für die bereits erfolgte und noch geplante Errichtung von Löschwasserzisternen und die Beschaffung weiterer Geräte und Löschfahrzeuge der Feuerwehren durch die übergeordneten Behörden sind wir dankbar und unterstützen dies weiter beispielsweise auch im Rahmen von EU-Projekten.“

In der Zwischenzeit hat die Natur in den Nationalparks begonnen, sich die Waldbrandflächen wieder zurück zu erobern. Erfahrungen der erfolgreichen Wiederbewaldung aus eigener Kraft sind nach früheren Waldbränden wie beispielsweise am Marienfelsen bei Jetřichovice sehr gut dokumentiert. Sie können den Menschen Zuversicht geben, für die der Anblick der zurzeit noch schwarzen Flächen aus dem vergangenen Jahr schwer erträglich ist.

Foto: K. Bigge

Die Freiwillige Feuerwehr und die Nationalparkwacht mussten zum dritten Mal innerhalb von nur zweieinhalb Wochen eine illegale Feuerstelle im Nationalpark löschen. Erneut haben sich die Brandverursacher an eine versteckte Stelle im Nationalpark zurück gezogen und das Feuer auf dem Waldboden mit viel Nadelstreu entfacht und erneut haben sie es nicht vollständig abgelöscht. Glücklicherweise haben aufmerksame Wanderer den Brandgeruch wahrgenommen und die Feuerwehr alarmiert. Mit Löschrucksäcken und Waldbrandhacken musste das Feuer abseits der Wanderwege gelöscht werden.

Správy národních parků České a Saské Švýcarsko děkují hasičům a apelují na dodržování zákazu rozdělávání ohňů

Rok po vypuknutí lesního požáru v národních parcích České a Saské Švýcarsko znovu děkují ředitelé správ národních parků Uwe Borrmeister a Petr Kříž hasičům a všem, kdo do zajištění hašení byli zapojeni.

Společně říkají: „Velice děkujeme tisícům dobrovolníků i profesionálů na české i německé straně za mnoho týdnů trvající zásah, během kterého dokázali uhasit požáry v národních parcích České a Saské Švýcarsko.“

Právě v den výročí vzniku požáru musela vyjet jednotka dobrovolných hasičů z Bad Schandau k ilegálně založenému a neuhašenému ohništi. Na těžko přístupném místě v oblasti Schrammsteine (Národního park Saské Švýcarsko) rozdělali návštěvníci o víkendu oheň přímo na lesní půdě, který pak nedostatečně uhasili. Místo pod zemí dále doutnalo a muselo být během pondělka dohašeno. Oheň ucítili a místo určili hasiči z Hamburku, kteří v Národním parku Saské Švýcarsko byli právě na výletě. Jejich kolegové z Bad Schandau pak ohniště dohledali uhasili s využitím hasičských motyk a zádových vaků, a to za pomoci strážců přírody.

„Apelujeme na všechny návštěvníky chráněných území, ale také ostatních lesů, aby dodržovali zákazy rozdělávání ohňů, kouření či používání vařičů. Dodržování těchto zákazů budeme důsledně vymáhat,“ komentují ředitelé správ národních parků toto nepochopitelné, ale bohužel charakteristické jednání návštěvníků rozdělávajících oheň.

Obě správy parků přijaly celou řadu opatření, která mají zamezit opakování vzniku rozsáhlého lesního požáru.

Strážci přírody tak na obou stranách hranice zesíleně kontrolují dodržování zákazu rozdělávání ohňů, dílem také za asistence policie, se kterou spolupracovali v rámci rozsáhlé a koordinované přeshraniční akce. Počítá se s tím, že takovéto akce budou probíhat opakovaně.

Pro rychlé odhalení ohně v nepřístupném skalnatém terénu pracovníci správ drží pravidelné hlídky, a to i s využitím termovize či dronu s termokamerou. Zádové hasičské vaky, kterými jsou terénní pracovníci vybaveni, mohou pomoci efektivně zabránit šíření ohně již v jeho počátku, a to právě na obtížně dostupných místech.

Správy národních parků zintenzivnily spolupráci s hasiči v rámci cvičení a také opakovaným prověřováním sítě cest určených pro integrovaný záchranný systém.

V blízkosti ohrožených staveb byly odtěženy smrkové souše a dřevní hmota je z lesních porostů odvážena. Na základě zpracovaných odborných posudků tyto práce dále pokračují. 

V Národním parku České Švýcarsko byly na některých místech nutné i sanace skal, neboť oheň poškodil svahy nad stavbami a veřejnými cestami. Pokračují přípravy bezpečnostních opatření podél nad Edmundovou soutěsky, kvůli rozsahu, náročnému terénu strmých skalních svahů a hrozbě pádů poškozených stromů však práce nelze realizovat v krátkém čase. Uzavřena bohužel zůstává také Gabrielina stezka. 

Během četných pochůzek obě správy parků prezentovaly zástupcům místních samospráv a dalším přímo v terénu dění na požárem zasažených plochách i další plánovaný postup. I tato informační a koordinační činnost bude dále pokračovat.

Oba ředitelé národních parků se shodují: „Spolupráce s obcemi i koordinace s hasiči je mimořádně důležitá. Vítáme také dovybavení hasičských sborů ze strany jim nadřízených orgánů i další vzájemnou přeshraniční spolupráci hasičů, chystanou například i v rámci projektů financovaných z prostředků EU.“

Během uplynulého roku se také příroda opět začala na plochách zasažených ohněm vyvíjet. Zkušenosti s úspěšnou samovolnou obnovou lesa jsou dobře zdokumentovány na starších požářištích, například pod Mariinou skálou na Jetřichovicku. Právě tato plocha poskytuje nadějný výhled budoucího vývoje všem, pro které je pohled na dosud plochy po požáru těžký.

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Erneut illegales Lagerfeuer im Nationalpark Sächsische Schweiz – schnelles Eingreifen verhinderte Ausbreitung

Schon wieder waren Ignoranten – oder Ignorantinnen oder wer auch immer – zündelnd unterwegs. Was ist eigentlich daran so schwer zu verstehen: Im Wald ist offenes Feuer immer verboten! Steht so im Gesetz und gilt überall. Trotzdem wird geltendes Recht immer wieder gebrochen. Heute brannte es wieder und die Nationalparkverwaltung veröffentlichte dazu folgende Pressemitteilung:

Erneut illegales Lagerfeuer im Nationalpark am Malerweg – schnelles Eingreifen verhindert die Ausbreitung

Ein illegales Lagerfeuer im Nationalpark am Malerweg zwischen Ostrau und dem Campingplatz Ostrauer Mühle konnte heute kurz nach dem Mittag durch schnelles Eingreifen des Campingplatzbetreibers, der Nationalparkwacht und der Freiwilligen Feuerwehr Bad Schandau schnell gelöscht werden.

Zwei Malerwegwanderer hatten das noch glimmende Feuer entdeckt, den Campingplatz informiert und so das schnelle Eingreifen ermöglicht. Nach ersten Löschversuchen mit zwei Feuerlöschern war weiteres Löschwasser erforderlich, so dass Feuerwehr und Nationalparkwacht zur Hilfe gerufen wurden.

Da Löschwasserrucksäcke und Hacken zur Standardausrüstung der Nationalparkwacht gehören, konnten zwei Ranger das Feuer weiter bekämpfen aber weitere 80 Liter aus den Rückentragen der Feuerwehr waren erforderlich, bis die Temperatur de Feuerstelle, die die mitgebrachte Wärmebildkamera anzeigte, nur noch 40° C betrug. Auch am morgigen Tag wird die Nationalparkwacht die Feuerstelle nachkontrollieren.

Die Nationalparkverwaltung verurteilt aufs schärfste, dass trotz des weithin bekannten Feuerverbots und der langandauernden Trockenheit mit Waldbrandgefahrenstufe 3, die am heutigen Tag herrschte, ein Feuer entzündet wurde.

Die Polizei hat den Sachverhalt aufgenommen und Ermittlungen eingeleitet. Ordnungswidrigkeiten wie diese können mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Noch am vergangenen Freitagabend hat die Nationalparkverwaltung mit Unterstützung der Polizeidirektion Dresden und einem Polizeihubschrauber ein positives Fazit ziehen können, da trotz Wärmebildtechnik kein illegales Feuer festgestellt werden musste. Alle nächtlichen Besucher hatten sich an das Feuerverbot gehalten. Zwar hielt dieser positive Trend auch am Sonnabend und Sonntag an, doch an dem Abend von Montag auf Dienstag musste die Nationalparkwacht wieder ein Lagerfeuer auf der Carolaaussicht feststellen. Die Verursacher waren verschwunden.

Die hohe Waldbrandgefahr wird auch im Nationalpark Sächsische Schweiz anhalten. Der DWD hat für Sonnabend die Waldbrandgefahrenstufe 4 vorausgesagt.

Bildunterschrift:

Foto: D. Greksch

Mit zwei Feuerlöschern und insgesamt 130 Litern Löschwasser, die Nationalparkwacht und die Freiwillige Feuerwehr Bad Schandau auf dem Rücken zur Einsatzstelle brachten, konnte ein Ausbreiten der illegalen Feuerstelle verhindert werden. Typisch: die nicht ausreichend abgelöschte Glut hat sich in den Untergrund ausgebreitet und musste aufwendig aufgegraben werden. Die Nationalparkverwaltung verurteilt  illegale Feuer wie diese aufs Schärfste. Bei Waldbrandgefahrenstufe 3 muss hier von grober Fahrlässigkeit ausgegangen werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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Freiwillige Feuerwehr Ottendorf löscht Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz

Es hat erneut gebrannt im Nationalpark Sächsische Schweiz. Und wieder gab es ein illegales Lagerfeuer. Dazu veröffentlichte die Nationalparkverwaltung folgende Pressemitteilung und den erneuten Aufruf, Feuer im Wald zu unterlassen:

Feuerwehr Ottendorf löscht illegales Lagerfeuer im Nationalpark Sächsische Schweiz

Aufmerksame Wanderer meldeten den Schwelbrand

Am vergangenen Freitag, den 30. Juni meldeten Wanderer eine Brandstelle am Arnstein im Nationalpark Sächsische Schweiz an die Feuerwehr, die die Entwicklung zu einem größeren Waldbrand Dank ihrem schnellen Eingreifen verhindern konnte.

Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ottendorf hackten die illegale Feuerstelle auf und löschten den Schwelbrand unter Einsatz von etwa 100 Litern Wasser aus speziellen Löschrucksäcken, die sie durch unwegsames Gelände zu Fuß zum Einsatzort getragen hatten.

Die Brandfläche von etwa vier Quadratmetern ging eindeutig von einem illegalen Lagerfeuer aus. Typisch für solche Situationen, hatte sich der Brand bis zum Eintreffen der Feuerwehr bereits bis in die tieferen Bodenschichten vorgearbeitet. So entstandene Glutnester können sich im Boden fortbewegen und erneut aufflammen. Ein vermeintlich gelöschtes Lagerfeuer kann auf diese Art auch Tage oder Wochen später noch einen verheerenden Waldbrand auslösen.

Die Wälder sind durch die anhaltende Hitze und Trockenheit auch in diesem Jahr ausgetrocknet und besonders anfällig für Waldbrände. Am Wochenende steigen die Waldbrandgefahren wieder bis zur Stufe vier, der Stufe, die auch bei Ausbruch des Waldbrandes im Juli 2022 herrschte.

Ebenfalls typischerweise und um nicht entdeckt zu werden haben sich die Verursacher an eine schwer zugängliche Stelle im Nationalpark zurückgezogen. Für die Feuerwehr Ottendorf bedeuteten die Löscharbeiten deshalb große körperliche Herausforderung, um das Löschwasser zur Feuerstelle zu bringen.

Uwe Borrmeister, der Leiter der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz und des Forstbezirks Neustadt bei Sachsenforst: „Großer Dank gilt unseren aufmerksamen Besuchern des Nationalparks, die den Schwelbrand entdeckten und sofort meldeten sowie selbstverständlich den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ottendorf, die zur Stelle waren, um die Konsequenzen des rücksichtslosen Verhaltens anderer so gering wie möglich zu halten.

Wir kritisieren das nach wie vor illegale und leichtfertige Handeln mancher Menschen aufs schärfste und appellieren dringend an alle Besucherinnen und Besucher der Nationalparkregion wie auch von Wäldern insgesamt, das Entzünden von Feuer ausnahmslos zu unterlassen.

Nur gemeinsam können wir sicherstellen, dass sich Großbrandereignisse wie im Sommer 2022 nicht wiederholen. Wird kein Feuer entzündet, schützen wir unseren Wald vor Bränden.“

Die Freiwillige Feuerwehr Ottendorf ist als erste Feuerwehr Deutschlands Nationalparkpartner geworden und hat in diesem Jahr bereits zwei gemeinsame Übungen mit der Nationalparkwacht maßgeblich unterstützt.

Ende Juli 2022 waren Flächen auf einem Umgriff von 113 Hektar dem bisher größten bekannten Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz zum Opfer gefallen.

Das Entzünden von Feuer ist in sämtlichen Wäldern Deutschlands gesetzlich untersagt. Dieses Verbot gilt auch für Campingkocher und das Rauchen.

Trotz hohem Risiko für Mensch, Natur und Sachgüter gibt es noch immer Menschen, die sich nicht an diese Regel halten und unsere Wälder gefährden.

Die Nationalparkwacht wird schwerpunktmäßig das Einhalten des Feuerverbots kontrollieren und Verstöße konsequent anzeigen.

Bitte melden Sie Feuer- und Rauchentwicklung umgehend der Feuerwehr (Telefon: 112). Bitte entzünden Sie im Wald kein Feuer und weisen sie uninformierte Besucher auf das Rauch- und Feuerverbot hin.

Natur und Menschen danken es Ihnen.

Bildunterschriften

Foto1: FFW Ottendorf

Illegal und gefährlich: Am 30. Juni 2023 meldeten Wanderer im Nationalpark Sächsische Schweiz ein schwelendes Lagerfeuer.

Foto2: FFW Ottendorf

Kameradinnen und Kameraden der FFW Ottendorf löschten den Schwelbrand mit etwa 100 l Wasser, das sie in speziellen Löschrucksäcken zum Feuer tragen mussten.

Foto 3: FFW Ottendorf

Mit diesem Foto meldeten dankenswerterweise unbekannte Wanderer die noch schwelende Feuerstelle.

Pressesprecher
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STAATSBETRIEB SACHSENFORST, NATIONALPARKVERWALTUNG SÄCHSISCHE SCHWEIZ 

STATE ENTERPRISE SACHSENFORST; NATIONAL PARK ADMINISTRATION  

Referatsleiter Öffentlichkeitsarbeit/Pressesprecher | Head of public relations and press officer

An der Elbe 4, 01814 Bad Schandau

035022/ 900 615

0173 3796 503

Hanspeter.mayr@smekul.sachsen.de; www.nationalpark-saechsische-schweiz.de

Allgemeines Waldbetretungsverbot im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge aufgehoben – Geführte Touren wieder möglich

Vor wenigen Minuten teilte das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auf seiner Facebookseite mit, dass das allgemeine Waldbetretungsverbot im Landkreis ab Sonntag, dem 07.08.2022 aufgehoben ist. Die Mitteilung hat folgenden Wortlaut:

„Landkreisweites Waldbetretungsverbot aufgehoben – Weiterhin Betretungsverbot für Einsatzgebiet

Ab Sonntag, dem 07.08.2022 wird das Waldbetretungsverbot im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge aufgehoben. Das Verbot war aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der damit verbundenen hohen Waldbrandgefahr sowie mit Blick auf die Katastrophenlage in der Hinteren Sächsischen Schweiz erlassen worden. Damit sollte die Gefahr weiterer Waldbrände im Landkreis minimiert und die Aufteilung der Einsatzkräfte auf mehrere Brandgeschehen verhindert werden. Diese Ziele sind in der Wirkungszeit der Allgemeinverfügung erreicht worden. Einzelne Einsätze in Waldgebieten des Landkreises konnten schnell unter Kontrolle gebracht werden, so dass sich die Einsatzkräfte insbesondere auf die Lage im Nationalpark konzentrieren konnten.

Auch wenn die sehr geringen Niederschläge der letzten Tage keine nennenswerte Entspannung der Lage in dem vom Waldbrand betroffenen Einsatzgebiet gebracht haben, ist die allgemeine Waldbrandgefahr im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge spürbar gesunken. Am heutigen Sonnabend, 06.08.2022, gelten im Kreisgebiet die Warnstufen 1 und 2, als sehr geringe bis geringe Gefahr. Auch für die kommenden Tage wird lediglich ein Anstieg auf Warnstufe 3, mittlere Gefahr, prognostiziert. Daher wird das seit dem 26.07.2022 geltende ganztägige Waldbetretungsverbot ab morgen aufgehoben.

Lediglich für das Einsatzgebiet in der Hinteren Sächsischen Schweiz gilt weiterhin ein Betretungsverbot des Waldes auf Grundlage des Sächsischen Gesetzes über den Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz (SächsBRKG). Die Allgemeinverfügungen können im Wortlaut auf folgender Seite abgerufen werden: www.landratsamt-pirna.de/bekanntmachungen.html

Damit sind ab 07.08.2022 geführte Touren im Nationalpark Sächsische Schweiz mit Ausnahme des aktuellen Einsatzgebietes grundsätzlich wieder möglich. Die dafür vorgesehenen Wege werden ab Montag, dem 08.08.2022 noch einmal testweise begangen. Fällt das Testergebnis positiv aus, sind die Touren zeitnah wieder buchbar. Noch ungeklärt ist die aktuelle Wegesituation in der Böhmischen Schweiz. Auch dort werden auf den geplanten Routen – sofern möglich – Testwanderungen durchgeführt, bevor die Touren wieder gebucht werden können.

Vorläufig keine geführten Touren in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz möglich

Aufgrund der aktuellen Waldbrandsituation und dem in diesem Zusammenhang erlassenen ganztägigen Waldbetretungsverbot im Landkreis Sächsische Schweiz- Osterzgebirge können die ausgeschriebenen Touren derzeit nicht durchgeführt werden. Auch Teile der Böhmischen Schweiz sind weiterhin gesperrt oder nach dem Löschen der Brandherde nicht passierbar. Auch in diesen Gebieten werden deshalb bis auf weiteres keine Touren durchgeführt.

Bereits bezahlte Tickets behalten ihre Gültigkeit und können bei Nichtdurchführbarkeit der jeweiligen Tour von beiden Seiten storniert werden.

Sobald das Waldbetretungsverbot gelockert oder aufgehoben wird, informieren wir an dieser Stelle zeitnah über die Wiederaufnahme geführter Touren. Bis dahin bleiben alle geplanten Touren online auf „Anfrage“, können jedoch nicht gebucht werden.