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70 Jahre Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz – „Durch Tun bewahren“

Deutsch-tschechisches Fachgespräch findet große Resonanz

Am 04.11.2026 fand im Nationalparkzentrum Bad Schandau auf Einladung der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz (NPFV) das deutsch-tschechische Fachgespräch „70 Jahre Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz – „Durch Tun bewahren“ statt. Das binationale Treffen diente sowohl einer Bestandsaufnahme als auch der Vertiefung handlungsorienter Kompetenzen für Akteure in der grenzüberschreitenden Region. Die NPFV Sächsische Schweiz veröffentlichte dazu folgende Pressemitteilung:

„Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst (NLPFV) würdigte diese Woche gemeinsam mit der Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz (NLPV BS) das 70-jähriges Bestehen des Landschaftsschutzgebiets Sächsische Schweiz mit einem länderübergreifenden Fachgespräch im NationalparkZentrum.

Das 1956 gegründete Landschaftsschutzgebiet bildet gemeinsam mit dem Nationalpark die Nationalparkregion Sächsische Schweiz. Viele Akteure und Freiwillige bewahren und entwickeln diesen durch Sandstein geprägten Natur- und Kulturraum.

Uwe Borrmeister, Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst betont: „Nicht ohne Stolz begehen wir als zuständige Naturschutz- und Forstverwaltung mit den Einwohnern und Partnern den 70.Geburtstag des Landschaftsschutzgebiets, unserer Nationalparkregion Sächsische Schweiz. Wir führen damit gemeinsam die Jahrzehnte langen Leistungen unserer Vorgänger fort.

Eine Landschaft in ihrer Ursprünglichkeit als Wohn, Arbeits- und Erholungsraum zu erhalten, bedeutet, sich auch immer wieder den gesellschaftlichen neuen Anforderungen zu stellen. Das ist unsere Aufgabe neben der Betreuung des Nationalparks, welcher wir uns tagtäglich mit aller Fachkompetenz widmen. Unser Dank geht auch an alle, die im Kleinen wie auch Großen mit ihrer Arbeit zum Landschaftserhalt beitragen. Pflege durch Nutzung ist dabei der Weg.“

Das Fachgespräch zog rund 130 Interessenten ins NationalparkZentrum und behandelte vertieft unterschiedliche natur- und kulturräumliche Facetten des Elbsandsteingebirges.

Prof. Ulrich Walz, Landschaftsökologe an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, und Ronny Goldberg, Naturschutzfachmann von der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz zeichneten die Geschichte des Landschaftsschutzgebietes seit 1800 nach. Im Mittelpunkt stand die Veränderung der Wald- und Grünlandflächen und der damit verbundene Flora- und Faunawechsel. Typische Strukturelemente des Elbsandsteingebirges wie Baumreihen, Streuobstwiesen, Kleingewässer und Trockenmauern waren im Fokus. Anhand historischer Dokumentationen zeigten die Referenten, wie sich der Landschaftswandel auf Bodenerosion, Artenvielfalt und Landschaftsbild auswirkte. Zugleich skizzierten sie Perspektiven für den langfristigen Erhalt dieser wertvollen Kulturlandschaft.
Am Beispiel des Rebhuhns verdeutlichten sie den Teilnehmenden, wie der Rückgang kleinteiliger landwirtschaftlicher Parzellen und der damit verlorenen Flächengrenzen die Population dieser bodenbrütenden Vogelart dramatisch schwächte. Ähnliche Folgen zeigen sich bei Pflanzenarten wie Orchideen, Wacholder, Knabenkraut und Enzian.

Jitka Elznicová, Forscherin an der Fakultät für Umwelt der J. E. Purkyně Universität Ústí nad Labem, stellte Forschungsergebnisse zum Wandel der Böhmischen Schweiz vor. Sie reichten von der Flächennutzung bis zu einzelnen Landschaftselementen. Im Zentrum ihres Vortrags stand der Aufbau einer Geoinformationsdatenbank für die grenzüberschreitende Region Sächsisch-Böhmische Schweiz. Sie entstand in mehreren EU-geförderten Projekten, vor allem „Gedächtnis der Landschaft“ und dem bis 2027 laufenden Projekt „TransForMon“. Interessierte finden die Teilergebnisse als interaktiven digitalen Routenführer durch den Landschaftswandel unter projects.fzp.ujep.cz/LM/mapApp sowie im Reiseführer Kyjov – Hinterhermsdorf.

Peter Bauer, Leiter der Abteilung für Naturschutz in der NLPV BS Böhmische Schweiz, reiste ebenfalls aus Tschechien an. In seinem Vortrag „90 Jahre Bemühungen und Schwierigkeiten für den Erhalt des Natur- und Kulturerbes im Norden Böhmens“ zeichnete er die politische Geschichte des Schutzes im Elbsandsteingebirge nach. Er führte von den ersten Bemühungen um das „Elbstromgebiet“ bis zur Ausweisung des böhmischen Landschaftsschutzgebiets Elbsandsteingebirge – Lesy CHKO Labské pískovce im Jahr 1972.

Jörg Weber und Jens Posthoff, Mitarbeitende der NLPFV, zeigten an zahlreichen Praxisbeispielen, wie maßgeblich die Aktivitäten vieler Ehrenamtlicher den Erhalt der Kulturlandschaft tragen. Dazu zählen Mahd artenreicher Wiesen, Baumschnittaktionen, Müllberäumungen, Neophytenbekämpfung, Bachrenaturierungen, Teichsanierungen, das Anlegen von Blühstreifen und Obstalleen sowie Entbuschungen. „Allein im Jahr 2026 haben Ehrenamtliche bereits 12.000 Stunden für den Erhalt der Kulturlandschaft geleistet“, so Jens Posthoff.

Andreas Knaak, langjähriger ehemaliger Mitarbeiter der NLPFV, stellte die Bergsportkonzeption vor. Er erläuterte, welche Aspekte daraus besonders dem Schutz des Landschaftsschutzgebietes dienen.

Hartmut Schippers, Revierleiter für Revier 14 Gohrisch der NLPFV und Henryk Schulz, Betriebsleiter der AG Reinhardtsdorf und Vorsitzender des RBV Sächsische Schweiz – Osterzgebirge e.V. zeichneten den Werdegang einer Agrargenossenschaft in der Kulturlandschaft nach. Sie zeigten die Herausforderungen eines Landwirtschaftsbetriebs mit rund 1.500 Hektar Ackerland, Grünland und Wald. Außerdem stellte Henryk Schulz vor, wie sich die Genossenschaft „Oberes Elbtal Reinhardtsdorf e.G.“ aufstellt um künftig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Dana Vebrová, Leiterin der Monitoring-Abteilung des NP Böhmische Schweiz, beleuchtete die Entwicklung der Wälder im böhmischen Teil des Elbsandsteingebirges. Sie ging auf die Nonnenfraß-Kalamität in den 1920er-Jahren, die Schadstoff-Kalamität in den 1970er- und 1980er-Jahren und die Borkenkäferkatastrophe ab 2018 ein. Zudem zeigte sie auf, wie das Klima die Gehölzartenvielfalt prägt.

Abgerundet wurden die Vorträge durch die Buchvorstellung vom Autor Rainer Reichstein, Mitglied der Schutzgemeinschaft Sächsische Schweiz und zertifizierter Nationalparkführer. Er führte sein Buch „Vom Meeresgrund zur Barbarine – ein geologischer Streifzug durch das Elbsandsteingebirge“ ein. „Kein Titel prägt diese Landschaft besser als das Wort Elbsandsteingebirge“, so Rainer Reichstein.

BU:

Foto: Stefanie Engelbrecht

Das Buch „Vom Meeresgrund zur Barbarine – ein geologischer Streifzug durch das Elbsandsteingebirge“ bildet eine Essenz der mehr als 150 durchgeführten Exkursionen unter dem Motto „Geologie erleben“, die seit Anfang der 2000er Jahre von Rainer Reichstein und Armin Zenker angeboten werden.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Schönes Wochenende

Ihr

J. Weber

Jörg Weber

Stabsstelle    

kommissarischer Pressesprecher

SB Öffentlichkeitsarbeit/Regionale Kooperationen

(Redaktion Sandsteinschweizer, Projekte Nationalparkpartner/Fahrtziel Natur)

_______________________________________________________________________

STAATSBETRIEB SACHSENFORST

Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz

An der Elbe 04 / 01814 Bad Schandau

Tel.: +49-35022 – 900613 / Mobil +49 173 3796458

Joerg.Weber@sachsenforst.sachsen.de | www.sachsenforst.de  I www.nationalpark-saechsische-schweiz.de „

Nachtrag zur Tour 6 auf dem Oberlausitzer Bergweg 2025

Im vergangenen Jahr konnten wir die geplante Tour 6 zur Lausche – mit 793 m höchster Berg Deutschlands östlich der Elbe – wegen Waldkalkung aus der Luft nicht vollenden. Das Waldgebiet um den Weberberg und der Kammbereich zur Lausche waren gesperrt – siehe auch hier: https://natursaxe.de/2025/10/28/wanderwoche-auf-dem-oberlausitzer-bergweg-im-oktober-2025-tag-6-von-waltersdorf-nach-kurort-oybin/ .

In diesem Jahr gab es diese Sperrung während unserer Wanderwoche in der Böhmischen Schweiz, dem Lausitzer Gebirge und dem Böhmischen Niederland nicht. Deshalb konnten wir nachholen, was uns 2025 verwehrt blieb. Start und Ziel war der Bahnhof Großschönau. Der Weg bis zum Waldrand des Weberberges führte uns auf einer Flachstrecke durch Großschönau und Waltersdorf. Dann ging es knappe eine Stunde durch den Wald bergauf bis zum fast vollständig bewaldeten Gipfel. Nur auf böhmischer Seite gibt es so etwas wie eine Aussicht. Der weitere Weg zur Lausche kann wahlweise entlang der weißen Grenzsteine oder auf dem gut markierten Oberlausitzer Bergweg zurückgelegt werden.

Auf der Lausche angekommen staunten wir nicht schlecht über die vielen Wanderer, die bei wenig einladendem Wetter auf dem Gipfel waren. Die Fernsicht vom neuen Aussichtsturm war trotz vieler Wolken sehr interessant. Wir konnten z.B. den Hohen Schneeberg in der Böhmischen Schweiz, den Kamm des Osterzgebirges, den Milleschauer im Böhmischen Mittelgebirge und Teile des Häusermeeres der Stadt Dresden erkennen. Allerdings nur, wenn man weiß, dass es das Jeweilige ist.;-)

Der Abstieg zur Lauschebaude (Bergbaude Luž Světlá pod Luží) auf der Böhmischen Seite wurde zum Genuss und die Vorfreude stieg. Gibt es doch dort nicht nur gutes böhmisches Bier, sondern auch eine äußerst leckere Knoblauchsuppe. Eine weitere einladende Baude fiel uns auf dem Rückweg auf: die Lauitzer Bergbaude (Lužická Bouda). Ihr werden wir beim nächsten Mal einen Besuch abstatten.

Fortan begleitete uns auf dem Rückweg nach Großschönau eine aromatisch duftende Koblauchwolke. Am Ende der Tour konnten wir endlich das ersehnte Häkchen an den Oberlausitzer Bergweg machen.

Eröffnung Uferweg am Amselsee (Kurort Rathen) nach Sturmereignis im Juli am Samstag den 07. November 2026

Die Nationalpark – und Forstverwaltung Sächsische Schweiz und der Kurort Rathen geben die Wiedereröffnung des Amselsee – und Füllhölzelweges am Sonnabend, den 07.11.2026 10:00 Uhr bekannt.

Am gleichen Tag startet die Region feierlich in die touristische Wintersaison 2026/27.

Nachdem die forstlichen Arbeiten durch die NLPFV in diesen Bereichen Ende Oktober abgeschlossen werden konnten, wird der Kurort Rathen auch die notwendigsten Reparaturarbeiten an Geländern und Promenadenweg bis Ende dieser Woche abschließen können.

Danach bleiben noch Arbeitsbereiche, an denen die Reparatur von Wegen oder Steiganlagen notwendig sind, weiter gesperrt. Dies sind u.a. der Pionier- und Knotenweg einschließlich der Verbindung zum Füllhölzelweg sowie der Wegeabschnitt zwischen Felsenbühnenkasse und Basteiweg.

Auch viele Kletterzustiege sind noch nicht wieder nutzbar.

Die Arbeiten im November werden mit der Reparatur von Wegen und Treppen- sowie Steiganlagen und weiteren Feinarbeiten (z.B. auch das Beräumen des Amselsees nach Ablassen) fortgeführt.

Foto 1: Roman Rolof

Der Weg zum Amselsee vorbei an der Kasse der Felsenbühne ist ab Samstag wieder durchgängig über die Schwedenlöcher bis zur Bastei begehbar.

Foto 2: Daniel Thomann

Blick über den Amselsee in Richtung Raaber Kessel kurz nach dem Sturmereignis.

Für Rückfragen stehe wir gerne zur Verfügung.

Ihr

J. Weber

Jörg Weber

Stabsstelle     

kommissarischer Pressesprecher

SB Öffentlichkeitsarbeit/Regionale Kooperationen

(Redaktion Sandsteinschweizer, Projekte Nationalparkpartner/Fahrtziel Natur)

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STAATSBETRIEB SACHSENFORST

Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz

An der Elbe 04 / 01814 Bad Schandau

Tel.: +49-35022 – 900613 / Mobil +49 173 3796458

Joerg.Weber@sachsenforst.sachsen.de | www.sachsenforst.de  I www.nationalpark-saechsische-schweiz.de

Erinnerung an die geführte Wanderreise Sächsisch-Böhmische Schweiz 05.-10.10.2026

Am Samstag ging eine weitere geführte Wanderreise durch die Sächsisch-Böhmische Schweiz zu Ende. 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 4 deutschen Bundesländern und der Schweiz waren dabei und haben Natur und Landschaft in der Nationalparkregion genossen. Das Wetter passte zu den Touren und wo es mal nicht zu passen drohte, haben wir die Touren einvernehmlich passend gemacht.;-)

Danke an alle Teilnehmenden für die schöne gemeinsame Zeit, die Danksagungen und die stets gute Laune! So macht Wandern Spaß!

Natursaxe Tours ist Touroperator und Erlebnisgestalter – und kein Hotel!

Aus gegebenem Anlass hier noch einmal der Hinweis auf das Leistungsspektrum von Natursaxe Tours: Wir veranstalten ausschließlich Wanderungen in eigenem Namen und in Kooperation mit Reiseveranstaltern und -vermittlern sowie Exkursionen in Sachsen, Nordböhmen und Niederschlesien für Erwachsenengruppen mit mindestens 5 und maximal 15 Teilnehmenden und für Schulklassen der Abiturstufe mit maximal 25 Teilnehmenden und mindestens 1 Lehrperson. Dafür sind wir lizenziert und haftpflichtversichert.

Was wir grundsätzlich nicht anbieten und auch nicht vermitteln:

  • Unterkünfte und Verpflegung jeglicher Art
  • Transportleistungen außerhalb des ÖPNV.

In letzter Zeit mehren sich wieder E-Mails unter Bezug auf Booking.com, in denen Beschwerden über angeblich mangelhafte Unterkünfte und mangelhaftes Essen sowie über unkorrekte Behandlung durch das Personal behauptet wird. Eingebettet ist meist ein Link mit angeblichen Beweisfotos. Die Absenderadressen sind uns unbekannt und erwecken den Eindruck von Fiktion und Massenaussendung.

Die Beschwerden entbehren jeglicher Grundlage und werden als Spam behandelt.

Weiterhin häufen sich tägliche Angriffe, mit denen versucht wird, diese Webseite zu übernehmen. An manchen Tagen sind es nur wenige Dutzend Versuche, an manchen mehrere hundert. Wir haben entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen und konnten bisher alle Versuche einer feindlichen Übernahme abwehren. Deshalb ein Tipp an die Angreifer: Unterlassen Sie es einfach! Sie ersparen sich damit unnötigen Frust.

Erinnerung an die geführte Wanderreise „Dresden und Elbsandsteingebirge“ 13.-19.09.2026

Gestern Abend ging im „Watzke“ am „Goldenen Reiter“ in Dresden eine geführte Wanderreise durch Dresden, das Elbland und das Elbsandsteingebirge mit einem gemeinsamen Essen zu Ende. Die Teilnehmenden kamen aus 6 deutschen Bundesländern und eine Teilnehmerin mit deutsch-polnischen Wurzeln stammte ursprünglich aus Schlesien. Unter den TN waren auch zwei Wiederholerinnen, die schon an einer früheren Reise durch die Sächsisch-Böhmische Schweiz teilnahmen. Die Gruppe fand sich schnell zum Team und auch das Wetter passte erfreulich gut zu den Touren.

Wir waren unterwegs rund um die Wiege Sachsens mit seiner Albrechtsburg und den Weinbergen, zwischen Schloss Pillnitz in Dresden und den Richard-Wagner-Stätten in Graupa, in den Nationalparks Böhmische und Sächsische Schweiz und zum süßen Abschluss erlagen wir den Versuchungen der Schokoladenmanufaktur „Adoratio“. Spaß hat es gemacht! Danke an alle Teilnehmenden für die unterhaltsame, erlebnisreiche Wanderwoche und die freundliche Danksagung!

Erinnerung an die geführte Wanderreise Sächsisch-Böhmische Schweiz 06.-12.09.2026

Gestern ging eine geführte Wanderreise mit rüstigen Mitgliedern der Sektion Interlaken des Schweizer Alpinclubs (SAC) zu Ende. Wir haben viel miteinander gesprochen und voneinander gelernt. Die Gäste aus der Schweiz waren begeistert von der pittoresken Felsenlandschaft und der Natur der Sächsisch-Böhmischen Schweiz. So etwas hatten sie noch nie gesehen und so weit im Osten waren sie auch noch nicht. Da war es nahe liegend, dass sie auch viele Fragen zum Leben in der DDR und im vereinigten Deutschland hatten, die aus erster Hand beantwortet werden konnten.

Auch ich habe viel in dieser Woche gelernt. Zum Beispiel, wie Demokratie in der mehrsprachigen Schweiz funktioniert und wie Menschen dort unterschiedliche Interessen verhandeln. In besonderer Erinnerung bleibt mir der „Schweizer Schritt“, der mit diesem italienischen Sprichwort beschrieben wird: „Chi va piano, va sano e va lontano.“. Wörtlich auf deutsch übersetzt bedeutet das: «Wer langsam geht, geht sicher und kommt weit.». Das ist die Kurzfassung. Die Langfassung lautet: «Chi va piano va sano e va lontano. Chi va forte va incontro alla morte.», also so viel wie «Wer langsam geht, schreitet stetig voran und kommt dabei weit. Wer schnell geht, geht dem Tod entgegen». Wir haben den „Schweizer Schritt“ eine Woche lang praktiziert.

Krönender Abschluss am Samstag: die Schlusseinkehr im Dorf Sneznik/Schneeberg! Ria fiel dazu der folgende flotte Spruch ein: „Ein sächsischer Schweizer kehrt mit Schweizern in der Böhmischen Schweiz in den Schweizerhof ein“. Mehr Schweiz ging nicht.;-)

Danke für eure Geduld mit einem Guide, der ab und zu gern etwas schneller gegangen wäre und für die vielen interessanten Gespräche! Kommt gut (und pünktlich) mit der Deutschen Bahn zurück in die Schweiz und jederzeit gern wieder hierher! Beim nächsten Mal gehen wir vielleicht noch etwas weiter nach Osten.

Erinnerung an die Sächsisch-Böhmische Wanderwoche vom 31.08.-05.09.2026

Schon wieder ist eine Wanderwoche vergangen. Diesmal waren 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 6 deutschen Bundesländern und aus Spanien mit mir unterwegs. Es war eine schöne gemeinsame Zeit bei bestem Wanderwetter in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz. Danke an die TN! Kommt gut nach Hause und gerne wieder!

Achtung, Programmänderung am Samstag, 15.08.2026!

Aus aktuellem Anlass wird am Samstag, dem 15.08.2026 kurzfristig folgende Tour ausgeschrieben: https://www.datefix.de/kalender/6004/?dfxid=1267519 . Anmeldungen sind bis zum Vorabend der Tour möglich.

Am Wochenende 15./16.08.2026 findet das grenzüberschreitende tschechisch-deutsche Grenzbuchenfest statt. Dabei feiern Menschen aus dem tschechischen Cinovec und dem deutschen Zinnwald gemeinsam ihren Heimatort. Die ursprünglich geplante Kammüberschreitung von Holzhau zum Kloster Osek/Ossegg wird zu einem späteren Termin nachgeholt und rechtzeitig angekündigt.

Wanderweg von Kurort Rathen zur Bastei wieder freigegeben

Zum aktuellen Stand der Schadensbeseitigung nach dem Sturmereignis vom 31.07.2026 veröffentlichte die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz heute folgende Presseinformation:

„Nach umfangreichen Freischneidearbeiten – Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst und Kurort Rathen geben den Basteiweg wieder frei

Die Spezialisten der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst haben unterstützt durch die Gemeindeverwaltung von Kurort Rathen den wichtigen Wanderweg „Basteiweg“ im Nationalpark auf 1,2 km Länge freigesägt.

Die untere Forstbehörde im Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat kurzfristig die Allgemeinverfügung zur Waldsperrung so angepasst, dass der Basteiweg, der als wichtigster Wanderweg den Kurort Rathen auf aussichtsreicher, aber steiler Strecke mit der Basteibrücke und der Basteiaussicht verbindet, wieder frei bewandert werden kann.

Unter Beteiligung von Staatsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch, der Staatsministerin für Tourismus Barbara Klepsch, Landrat Michael Geisler und Bürgermeister Roman Rolof entfernten um 13 Uhr der Waldarbeiter Lucas Hänsel und der Mitarbeiter der Nationalparkwacht Frank Kowalzik zusammen mit zwei Mitarbeitenden der Gemeinde Kurort Rathen, die alle intensiv an der Beseitigung der umfangreichen Schäden beteiligt waren, das Baugitter, das für die Absperrung des Wanderwegs genutzt wurde.

Viele komplizierte Baumbrüche waren trotz der Schnelligkeit der Arbeiten unter Beachtung aller Sicherheitsanforderungen zu beseitigen. Forstmaschinen konnten auf dem bekannten schmalen Wanderweg nicht eingesetzt werden. Alles musste von Hand bewegt werden. Auch im Bereich des Zugangs zur Basteibrücke und der Ferdinandaussicht waren schwere Ast- und Baumbrüche zu beseitigen.

Seit Montag waren vier Forstwirte und ein Ranger der Nationalpark- und Forstverwaltung unter federführender Anleitung des Nationalpark-Revierförsters Frank Wagner alleine an diesem Weg im Einsatz, der durch die Steilheit des Geländes und die hohen Temperaturen besonders herausfordernd war.

Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst ist froh, diesen wichtigen Wanderweg zwischen dem Kurort Rathen und der Bastei, der im Jahr von vielen Tausend Menschen begangen wird, so schnell nach dem Unwetter wieder freigeben zu können. Damit steht er symbolisch für die weiteren Aufräumarbeiten, die in vollem Gange sind und weiter vorangetrieben werden. Dabei werden neben Mitarbeitern der Nationalpark- und Forstverwaltung und der Maschinenstation von Sachsenforst auch regionale Forstunternehmen sowie Spezialfirmen eingesetzt.

Die weiteren Entwicklungen zum Arbeitsfortschritt und zur Wiederöffnung weiterer Wanderwege können Sie im Ticker unter folgendem Link verfolgen: Sturmschädenbehebung im Rathener Gebiet.

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Fotos: Hp. Mayr

Bild 1: Bastei nun auch von Rathen wieder erreichbar: Unter Beteiligung von Staatsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch und der Staatsministerin für Tourismus Barbara Klepsch wurde der Basteiweg offiziell wieder für Besucher freigegeben.

Bild 2: Parallel zur Eröffnung gehen die Arbeiten zum Freischneiden weiter – wie beispielsweise hier am Füllhölzelweg, direkt am Ortsrand von Kurort Rathen.

i. A. des Pressesprechers

Nadja Rademacher

Sachbearbeiterin Öffentlichkeitsarbeit-Netzwerk

Assistant Desk Officer Public Relation-Network“