Auf Grund der aktuellen Trockenheit, Hitze und extremen Waldbrandgefahr erlässt das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ab sofort bis auf Widerruf folgende Allgemeinverfügung:
„Anhaltende Trockenheit und heiße Temperaturen bestimmen die aktuelle Wetterlage im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Dadurch besteht in der Region eine extrem hohe Waldbrandgefahr, da eine schnelle Entzündung der bodennahen Vegetation begünstigt wird.
Das Landratsamt als untere Forstbehörde verfügt deshalb bis auf Widerruf folgende Maßgaben zur Betretung der Wälder für das Gebiet des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:
Das Verlassen der Waldwege ist ab sofort in der Zeit von 0:00 bis 24:00 Uhr untersagt. Die Nutzung von Biwakplätzen, Zeltplätzen, Lagerplätzen, Forststeig- und Trekkinghütten, das Lagern insbesondere mit mitgebrachten Sitz- oder Liegegelegenheiten sowie das Übernachten sind nicht erlaubt.
Das Mitführen von feuergefährlichen Gegenständen und Geräten sowie feuergefährlichen Stoffen ist untersagt.
Verstöße gegen die Allgemeinverfügung stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können mit Bußgeldern bis 10.000 Euro belangt werden. Überdies können die Forstschutzbeauftragten und die Vollzugspolizeibediensteten Platzverweise aussprechen.
Wegen der trockenen Witterung bei zugleich hohen Temperaturen besteht aktuell im Gebiet des Landkreises eine hohe Waldbrandgefahr, was vor allem im Zusammenhang mit den naturräumlichen Gegebenheiten steht. Parallel dazu wird derzeit ein hohes Besucheraufkommen festgestellt. Da die Mehrzahl aller Waldbrände von Waldbesuchern ausgehen, ergibt sich daraus ein besonders hohes Waldbrandrisiko. Waldbrände sind mit besonderen Gefahren für Leib und Leben von Personen verbunden. Die Bekämpfung von Waldbränden gestaltet sich aufgrund regionaler topografischer Besonderheiten und besonders zur Nachtzeit oft schwierig.
Die Gebote und Verbote gelten solange, bis sich die Wetterlage umstellt, die Waldbrandgefahr sich verringert und die Sperrung seitens des Landratsamtes offiziell widerrufen wird.
Alle Jahre wieder: Sobald die Sonne scheint und es wärmer wird, steigt auch die Waldbrandgefahr. Damit es nicht wieder Ausmaße annimmt wie 2022, handelt die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz gemeinsam mit deutscher und tschechischer Polizei vorbeugend. Genaueres enthält die folgende Pressemitteilung:
„Hohe Waldbrandgefahr in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz – am Pfingstwochenende wieder Waldbrandgefahrenstufe 3!
Die vorhergesagten hohen Temperaturen führen in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz wieder zu einer hohen Waldbrandgefahr, so dass der DWD am Pfingstwochenende hier und in großen Teilen Ost- und Nordsachsens die Waldbrandgefahrenstufe 3, teilweise sogar Stufe 4 vorhersagt.
Die humusarmen Sandböden können ohnehin kaum Wasser speichern. Die Nadelstreu auf den Felsriffen verrottet nur sehr langsam und liegt trocken auf der Bodenoberfläche. Jeder Funke, ob von einem illegalen Lagerfeuer, einer Zigarette oder einem falsch bedienten Kocher kann zu einem großen Brand führen.
Erst Christi Himmelfahrt unterstützten wieder 25 Einsatzkräfte der Polizeidirektion Dresden die Ranger der Nationalpark- und Forstverwaltung im Nationalpark und im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz bei den Gebietskontrollen. Der Polizeihubschrauber war dieses Mal nicht im Einsatz, aber erneut unterstützten auch 3 Polizeibeamte der tschechischen Polizei auf sächsischer Seite. Auch in der Böhmischen Schweiz war die Polizei in den Schutzgebieten unterwegs, 5 sächsische Polizisten waren zur Unterstützung im Nachbarland. Schwerpunktmäßig informierten und kontrollierten sie das Feuer- und Rauchverbot im Wald. Erfreulich war die Bilanz, dass es an Himmelfahrt im gesamten Elbsandsteingebirge keine illegalen Feuerstellen gab festgestellt.
Dies änderte sich leider zum vergangenen Dienstag, als die Kameraden der Waltersdorfer Feuerwehr zu illegalen Boofern bei Rathen ausrücken mussten. Der Rathener Fährmann hatte den Feuerschein entdeckt und gemeldet. Die jungen Männer aus Solingen hatten den Tipp zum Boofen von ihren Freunden erhalten und sich nicht weiter um die Regeln gekümmert. Sie mussten ihre Nacht dann außerhalb des Nationalparks verbringen und werden eine Rechnung für den Feuerwehreinsatz erhalten.
Uwe Borrmeister, der Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst: „Ich bin sehr dankbar, dass der Rathener Fährmann das Lagerfeuer gemeldet hatte und die Freiwillige Feuerwehr aus Waltersdorf trotz der späten Abendstunden so schnell und konsequent reagiert hat. 90 % aller Waldbrände werden durch Menschen verursacht. Viel zu oft sind die illegalen Lagerfeuer Ausgangspunkt von großen Waldbränden. Dank des Einsatzes unseres ehrenamtlichen Naturschutzhelfers, der bei der Waltersdorfer Feuerwehr engagiert ist, kann die Nationalpark- und Forstverwaltung die Ordnungswidrigkeit zur Anzeige bringen. Für das fahrlässige Handeln der jungen Männer werden wir uns für ein hohes Bußgeld aussprechen.“
Borrmeister weiter: „Gerade erst war ich zur Auswertung an der 100 Hektar großen Waldbrandfläche, die Anfang Mai bei unseren tschechischen Kollegen im Nationalpark Böhmische Schweiz gebrannt hat.
Ich appelliere an alle Waldbesucher mit Blick auf das bevorstehende warme Feiertagswochenende: Genießen Sie gerne den Wald, aber halten Sie unbedingt das Rauch- und Feuerverbot ein.“
Das Feuerverbot gilt in allen Wäldern Sachsens. Waldbesucher, die ein Feuer entdecken, sind aufgerufen – streng genommen verpflichtet – Waldbrände unter der Notrufummer 112 zu melden, damit der Waldbrand schnell bekämpft werden kann. Das gilt auch für Lagerfeuer. Je früher die Bekämpfung startet, umso leichter kann das Feuer gelöscht werden.
Pressesprecher
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Eine solche Zusammensetzung hatten wir bei einer Wanderreise noch nie: Österreich war klar in der Überzahl! 12 wander- und auch sonst sehr lustige Menschen aus Oberösterreich hatten gebucht und nahmen gern die beiden Damen aus Deutschland in ihrer Mitte auf. Das Wetter spielte auch mit, nur der Ruhetag war verregnet. Natürlich durfte auch ein Besuch auf der Bastei nicht fehlen. Es war relativ menschenarm dort oben.;-)
Die mittlerweile üblichen Verspätungen im Zugverkehr wurden mit flotten Sprüchen weggelacht oder einfach ignoriert. Am Ende kamen wir immer dort an, wo wir hinwollten. Sehr gefragt waren Kaffee und Kuchen in verschiedenen sächsischen und böhmischen Varianten. Auch das böhmische Bier und einige Schmugglerwege kamen gut an. Besonders beeindruckend war die oberösterreichisch-sächsisch-badisch-schwäbisch-niedersächsische Verständigung, gewürzt mit einem Schuss Humor der Deutschen aus dem Isergebirge.:-)
Heute ist Abreisetag. Kommt alle gut und sicher nach Hause und gern wieder hierher zurück! Danke für Alles!
Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz lud ein und etwa 70 Interessierte kamen ins Walderlebniszentrum Leupoldishain. Auf dem Programm standen:
Rückblick auf das vergangene Jahr 2025
Ausblick und Planung 2026
Offene Gesprächsrunde: Fragen & Diskussion
ab 19:00 Uhr Imbiss mit der Gelegenheit für Gespräche mit Förstern und Rangern.
Der Leiter der NLPFV, Uwe Borrmeister, begann mit einem Überblick über die Themen, die Verantwortlichen für einzelne Sachgebiete trugen ihre Berichte vor. Dabei wurde transparent und offen über Erreichtes und aus Sicht der Verwaltung Kritisches gesprochen. Während der Pause und im Anschluss an den offiziellen Teil bestand die Möglichkeit für vertiefende Gespräche mit der Leitung der NLPFV, mit Rangern und Revierförstern und natürlich auch zum Netzwerken mit anderen interessierten Teilnehmer*innen.
Offenheit und Sachbezogenheit der Veranstaltung und die Nahbarkeit der Verantwortlichen waren wohltuend und könnten beispielgebend auch für die Lösung politischer Probleme sein. Der Blick über den eigenen Verantwortungsbereich hinaus auf gemeinsame Themen mit dem angrenzenden Nationalpark Böhmische Schweiz machten einmal mehr die Vorteile ganzheitliche Lösungsansätze für praktischen Naturschutz deutlich.
Fazit: Ein sehr gelungenes, unbedingt empfehlenswertes Gesprächsformat.
Es ist mittlerweile eine gut gepflegte Tradition, das alljährliche Treffen der Zertifizierten Nationalparkführer*innen (ZNF) Sächsische Schweiz mit der Nationalpark- und Forstverwaltung. Am 04.02.2026 trafen sich mehr als 30 ZNF im Nationalparkzentrum Bad Schandau mit Jens Posthoff, langjähriger Betreuer und Begleiter der Zertifizierungskurse in der Verwaltung, und Astrid Scharf, Leiterin des Fachbereiches 1. In einem temperamentvoll vorgetragenen Beitrag berichtete Frau Scharf über den außergewöhnlichen Artenreichtum im Bereich des Nationalparks und des Landschaftsschutzgebietes Sächsische Schweiz. Dabei wurde der Blick auch über die Grenze in die angrenzenden tschechischen Landschaftsschutzgebiete und den Nationalpark Böhmische Schweiz gerichtet. Wir lernten dabei, dass nicht nur zahlreiche, ehemals ausgestorbene Vogel-, Käfer- und Fledermausarten wieder heimisch wurden, sondern dass auch der Wolf zurückgekehrt ist. Natur kennt keine Staats,- Verwaltungs- und Sprachgrenzen. Interessant war auch der Nachweis, welchen Artenreichtum massenhaft abgestorbene Fichten beherbergen. Manche Besucher wenden sich beim Anblick der stehenden und liegenden Baumskelette desinteressiert ab. Dabei wäre ein Blick aus Nahdistanz, z.b. unter die verbliebenen Rindenschichten, durchaus lohnend. Totholz birgt Leben.
Im Anschluss an den Vortrag folgte eine mindestens ebenso lebhafte Diskussion über zahlreiche fachliche und organisatorische Themen. Das Fachtreffen gehört zur jährlichen Fortbildungspflicht für Zertifizierte Nationalparkführer*innen. Gäste durch die Nationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz zu führen ist eben sehr viel mehr, als eine Plakette und eine Lizenzkarte spazieren zu tragen.;-)
Wie bereits im Beitrag vom 03.12.2025 angekündigt, ist die geplante Neuregelung des Freiübernachtens (Boofen) im Nationalpark Sächsische Schweiz zum 01.02.2026 in Kraft getreten. Darüber informiert die Nationalpark- und Forstverwaltung wie folgt:
„Am ersten Februar trat das zeitweise Verbot des Freiübernachtens im Gebiet des Nationalparks Sächsische Schweiz wieder in Kraft. Bis zum 15. Juni ist zum Schutz der Natur das so genannte „Boofen“ untersagt. Die Regelung zum jährlichen zeitweisen Verbot, im Nationalpark Sächsische Schweiz im Freien zu übernachten, ist 2022 probeweise in Kraft getreten und gilt seit diesem Jahr auf zunächst unbestimmte Zeit. Mit einer entsprechenden Bekanntmachung hat das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft am 18.12.2025 die für den Nationalpark Sächsische Schweiz geltende Bergsportkonzeption im Abschnitt Freiübernachten überarbeitet.
Außerhalb dieses Zeitraums, also vom 16. Juni bis 31. Januar eines jeden Jahres, ist das Freiübernachten im Nationalpark nur an den 58 offiziell zugelassenen Stellen sowie nur in unmittelbarem Zusammenhang mit der Ausübung des Felskletterns erlaubt. Damit wird die Tradition der sächsischen Bergsteiger anerkannt. Voraussetzung ist ein besonders rücksichtsvolles Verhalten, insbesondere das Vermeiden von Lärm und Licht sowie von Müll und das Unterlassen von jeglichem offenen Feuer (inklusive Gaskocher, Fackeln, Kerzen) sowie von jeglichem Ausbau der Freiübernachtungsstellen.
Wir bitten alle Besucher des Nationalparks Sächsische Schweiz, sich an diese geltenden Regeln zu halten, damit das traditionelle Boofen für die Bergsteiger langfristig erhalten bleiben kann.
Um den Schutz wertvoller Lebensräume und bedrohter Tierarten während der Brut- und Setzzeit im Nationalpark Sächsische Schweiz zu gewährleisten, ist seit dem ersten Februar bis zum 15. Juni das Freiübernachten im Nationalpark Sächsische Schweiz nicht erlaubt. Besucher werden auf den Schildern in den offiziellen Freiübernachtungsstellen über den Sperrzeitraum informiert.
Pressesprecher
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Leiter Stabstelle, Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher | Head of executive department, public relations and press officer
Dass Mäuse springen können, ist kein Geheimnis. Sie lassen sich nur selten dabei beobachten. Mit technischer Unterstützung ist es einfacher. Wie und warum das gemacht wird, erläutert die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz in folgender Medieninformation:
„Nationalpark mit Zuversicht ins neue Jahr 2026 gestartet
Forschungsprojekt nutzt Fotos und andere Daten für das Training von KI
Mit dem Bild einer mutig springenden Maus aus dem Nationalpark wünscht die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst allen Einwohnern und Besuchern der Sächsischen Schweiz einen guten Start und ein gesundes sowie positiv verlaufendes Jahr 2026.
Das Fotofallenbild der springenden Maus steht stellvertretend für die Vielzahl von Daten, die die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst im Fachbereich Naturschutz, Gebietsentwicklung und Forschung seit mehreren Jahren zusammengetragen hat und weiter erfasst.
Ein erheblicher Teil der Daten wird mithilfe unterschiedlicher automatisierter Mess- und Erfassungsgeräte erhoben. Dazu zählen sogenannte Datenlogger, mit denen Wetter-, Klima- und Bodendaten rund um die Uhr aufgezeichnet und gespeichert werden. Ergänzend kommen automatisierte Erfassungsgeräte wie Fotofallen und Audiorekorder zum Einsatz, mit denen kontinuierlich Bild- und Tonaufnahmen, etwa von Vögeln oder Fledermäusen, erfasst werden.
Sämtliche Daten werden anschließend auf den Servern der Nationalpark- und Forstverwaltung gespeichert. Gemeinsam ist allen Methoden ihre automatisierte Funktionsweise, die sehr störungsarm für die Natur ist. Die Geräte werden lediglich im Rahmen regelmäßiger Wartungen aufgesucht.
KI zur Auswertung und Analyse der großen Datenmengen
Seit kurzem fließen die erhobenen Datenmengen auch in das bundesweite Projekt „KI Nationalpark“ der Nationalen Naturlandschaften e.V., der Universität Freiburg und der Firma biometrio.earth ein. Dort erfolgt eineKI-gestützte, automatisierte Identifikation von Arten und anthropogenen Störungen aus 13 Nationalparken und einem Wildnisgebiet in ganz Deutschland, um Zusammenhänge zwischen Klima, Biodiversität und Nutzung zu analysieren.
Darauf aufbauend wird das Projektteam standardisierte Verfahren entwickeln, um Biodiversität und Störungsfaktoren zu erfassen. Zudem plant es, eine belastbare Bestandsaufnahme der Artenvielfalt in den beteiligten Gebieten und konkrete Handlungsempfehlungen zu erstellen. Ziel ist es, das Management der Schutzgebiete auf wissenschaftlicher Basis zeitnah und kontinuierlich zu optimieren.
Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung Uwe Borrmeister: “Mit der Teilnahme an diesem bundesweiten Forschungsprojekt wollen wir an aktuellen technischen Entwicklungen teilhaben und unsere Kapazitäten in diesem Bereich ergänzen. Die Ergebnisse werden wir dahingehend auswerten, ob sie auch auf die Bedingungen in unserem durch die Sandsteinfelsen geprägten Nationalpark übertragbar sein werden. Auf jeden Fall wird uns die Ausinandersetzung mit diesen Methoden gemeinsam mit den anderen deutschen Nationalparks erhebliche neue Erkenntnisse und wertvollen Erfahrungsaustausch bringen.”
Mehr Infos zum Projekt sind unter folgenden Links zu finden:
Foto: Fotofalle der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz
Das Fotofallenbild der springenden Maus aus dem Nationalpark steht stellvertretend für die Vielzahl von Daten, die die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst im Fachbereich Naturschutz, Gebietsentwicklung und Forschung seit mehreren Jahren zusammengetragen hat und weiter erfasst.
Gleichzeitig wünscht die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst damit allen Einwohnern und Besuchern der Sächsischen Schweiz einen guten Start und ein gesundes sowie positiv verlaufendes Jahr 2026.
Hanspeter Mayr
Pressesprecher
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Leiter Stabstelle, Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher | Head of executive department, public relations and press officer
Der achte Jahrgang im grenzüberschreitenden Projekt „Forststeig Elbsandstein“ von Staatsbetrieb Sachsenforst und dem Staatsforst der Tschechischen Republik ist beendet. Das war Anlass genug, die Saison 2025 auszuwerten und dazu Partner im Projekt einzuladen. Den Ausführungen in der folgenden Medieninformation kann ich als lizenzierter Partner (auf dem Foto leider verdeckt) aus eigenem Erleben zustimmen. Vielen Dank für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit!
„Winterpause – kein Winterschlaf: Nach der Saison ist vor der Saison für den „Forststeig Elbsandstein“
Die achte Forststeig-Saison ist seit 1. November beendet; aktuell und bis zur Saisoneröffnung im April 2026 laufen viele Instandsetzungsmaßnahmen am beliebten Trekkingsteig im Elbsandsteingebirge. Die Trekkinghütten und Biwakplätze einschließlich der Komposttoiletten sind geschlossen und werden instandgesetzt. Auch alle mobilen Markierungszeichen wurden entfernt, um diese zu reparieren und zu erhalten.
Diese Woche wertete der Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst, Uwe Borrmeister, mit Forststeig-Partnern und Vertretern aus sechs Forststeig-Gemeinden im WalderlebnisZentrum die diesjährigen Entwicklungen des Trekkingangebots Forststeig aus. Die Bilanz 2025 mit 9008 registrierten Nutzungen der Waldübernachtungsstellen am Forststeig zeigt einerseits ein konstant hohes Interesse der Besucher und andererseits markiert diese Zahl im achten Jahr auch einen Besucherrekord. Ebenso ist die Anzahl von Kindern und Jugendlichen mit über 1.200 Registrierungen die höchste in acht Jahren. Erfreulich ist auch, dass eine Stichprobe der Steigwarte ergeben hat, dass knapp zehn Prozent der Forststeigwanderer internationale Gäste aus mehr als 23 Ländern sind, allen voran aus Tschechien, aber auch vermehrt aus den Niederlanden, Belgien und Skandinavien. Mit den neuen Forststeig-Partnern Schneeberg-Biwak, der Heymannbaude und dem Aktivzentrum Bad Schandau unterstützen nun insgesamt 32 Partner und sechs Forststeig-Gemeinden die Angebote für Trekker des Forststeigs.
Uwe Borrmeister dankte allen Akteuren und Gästen ausdrücklich für eine erfolgreiche gemeinsame Trekkingsaison: „Mit dem Forststeig möchten wir als Verantwortliche vor allem den Menschen die Natur näherbringen und damit der Naturentfremdung entgegenwirken. Wir danken allen Partnern und Akteuren für eine hervorragende gemeinsame Saison. Besonders stolz sind wir auch auf die zwei neu gestalteten Wanderbusse der RVSOE sowie die erhöhte Busfrequenz in der Nationalparkregion. Wir ermuntern ausdrücklich dazu, diese auch rege zu nutzen, denn sie sind ein Gewinn für die Region, und den ÖPNV in die Forststeig-Logistik zu integrieren, ist uns eine Herzensangelegenheit.“
Die neue Rasthütte am ZehrbornBiwak („Kokon“), die im Rahmen von Projektarbeiten der Architekturstudenten der TU Dresden entstanden ist, konnte im Sommer eingeweiht werden. Sie komplettiert die Besucherangebote entlang der attraktiven Trekkingroute im linkselbischen Landschaftsschutzgebiet der Sächsisch-Böhmischen Schweiz. Diese vielfältigen Erholungseinrichtungen und Routen zu erhalten sowie Verständnis für die integrative naturgemäße Waldbewirtschaftung zu wecken, ist ein weiterer Ansporn für die Nationalpark- und Forstverwaltung bei der Unterhaltung und Entwicklung des Forststeigs.
Der Fotowettbewerb „Forststeig. Foto.2025“ verlängerte im November virtuell die Trekkingsaison mit einem Online-Ranking der schönsten fotografischen Eindrücke des Jahres. Insgesamt haben sich 17 Forststeigwanderer mit 24 für den Wettbewerb zugelassenen Fotos über die Forststeigseite auf Instagram beteiligt. Für alle Wettbewerbsbeiträge wurden insgesamt 1.253 Stimmen als Likes vergeben. Hier werden die Gewinnerbilder publik gemacht: https://www.forststeig.sachsen.de/gewinner-im-fotowettbewerb-2025-5351.html
Das Zelten auf den Biwakplätzen ist außerhalb der Forststeigsaison nicht gestattet. Die Winterpause ist auch deshalb für den Forststeig so wichtig, weil sie die Natur schützt. Empfindliche Naturgebiete und Wildvögel kommen störungsärmer durch den Winter. Zudem schützt die Winterpause Wanderer aufgrund der Geländebedingungen und Witterungsverhältnisse.
Die neue Forststeigsaison beginnt am 1. April 2026. Zuvor gibt es den Aktionstag am 21. März 2026, wo mit Unterstützung von Freiwilligen Arbeiten am Forststeig durchgeführt werden und somit der Forststeig für die neue Saison „herausgeputzt“ wird. Die beliebten acht Försterwanderungen zur Saisoneröffnung auf dem Forststeig finden am 18. April 2026 statt. Anmeldungen seid jeweils sechs Wochen vorher bei der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst möglich.
Weiterführende Informationen:
Die Trekkingroute „Forststeig Elbsandstein“ ist eine grenzüberschreitende Mehrtagesroute im linkselbischen Teil der Landschaftsschutzgebiete Sächsische Schweiz (D) und Elbsandsteingebirge (CZ). Die Trekkingroute wird durch die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst gemeinsam mit regionalen Partnern entwickelt und betreut. Die Route mit den Waldübernachtungsstellen ist ein Saisonangebot in den Monaten April bis Oktober. Aktuell ist der Forststeig in der Winterpause. Die neue Trekkingsaison am Forststeig Elbsandstein startet ab 1. April 2026. Ab diesem Tag ist die Route des Forststeigs wieder durchgehend markiert und die Waldübernachtungsstellen der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst wieder zur Nutzung durch Wanderer geöffnet.
Die insgesamt fünf Trekkinghütten und aktuell sechs Biwakplätze werden in den Wintermonaten zum Teil renoviert und gewartet. Die Wegemarkierung wird erneuert und verbessert sowie neues Informationsmaterial erstellt. Viele Arbeiten sind auch für den Freiwilligeneinsatz am 21. März 2026 geplant.
Für die Nutzung der betreuten Waldübernachtungsplätze sind Trekkingtickets als Beitrag für den Erhalt und die Pflege der Infrastruktur am Forststeig zu lösen. Verkaufsstellen für Trekkingtickets gibt es in Berlin, Meißen, Chemnitz, Leipzig, Dresden, Pirna, Königstein und Bad Schandau.
Alternativ oder auch ergänzend zu den Waldübernachtungsplätzen können die Übernachtungsmöglichkeiten der Forststeig-Partner genutzt werden.
Weiterführende Informationen zur Ausstattung der Waldübernachtungsstellen, zu den Forststeig-Partnern und zur optimalen Vorbereitung einer geplanten Trekkingtour sind auf www.forststeig.de zu finden.
BU Foto 1: Foto: N. Rademacher
Für Forststeigpartner, Pressevertreter und die Forststeigmitarbeitenden gab es diese Woche im WalderlebnisZentrum Leupoldishain eine Bilanz der Saison 2025. Im Bild: Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst, Uwe Borrmeister, (ganz rechts) und Maren Pussak, zuständige Fachbereichsleiterin für das Projekt Forststeig Elbsandstein (ganz links).
BU Foto 2: Foto anniki photography
Platz 1 des Fotowettbewerbs „Forststeig. Foto.2025“ ist ein Foto vom Gohrisch.
Nationalparks sind nicht nur spannende Reiseziele für nachhaltigen Tourismus, sondern vor allem Lebensräume streng geschützter Tier- und Pflanzenarten. Hier können seltene Arten überleben und zur Diversität beitragen. Manchmal werden auch Arten entdeckt, die nur in bestimmten Gebieten vorkommen, so z.B. der Scharlachrote Plattkäfer, dessen Vorkommen im Nationalpark Sächsische Schweiz kürzlich erstmals nachgewiesen werden konnte. Dazu veröffentlichte die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz folgende Medieninformation:
„Artenfund im Nationalpark Sächsische Schweiz: Scharlachroter Plattkäfer erstmals nachgewiesen
In diesem Jahr haben die Käferexperten Dr. Jörg Lorenz und Ronny Gutzeit im Auftrag der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst erstmalig den Scharlachroten Plattkäfer, lat. Cucujus cinnaberinus und kurz Scharlachkäfer im Nationalpark Sächsische Schweiz nachgewiesen. Die Art ist nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union europaweit streng geschützt. Sie lebt sowohl in Auwäldern entlang größerer Flüsse als auch in naturnahen Bergmischwäldern. Der attraktive Käfer bevorzugt die Bereiche unter der Rinde von stärkerem toten Holz von Laubbäumen. Hier leben auch seine Larven, die für ihre Entwicklung zum erwachsenen Käfer mehrere Jahre benötigen.
Der Scharlachkäfer scheint sich in den letzten Jahren auszubreiten. In der Vergangenheit wurde er nur im Südosten Bayerns gefunden. Mittlerweile gibt es Beobachtungen in vielen Bundesländern, vor drei Jahren erstmals in Sachsen. Der Fundort im Nationalpark ist der sechste im Freistaat. Da die Insektenkundler hier sowohl Käfer als auch Larven und Puppen fanden, ist klar, dass sich die Art im Nationalpark auch fortpflanzt.
Den Scharlachkäfer kann man leicht mit Arten aus der Familie der Feuerkäfer verwechseln. Diese sind allerdings weniger stark abgeflacht. Eindeutig zu erkennen ist der Scharlachrote Plattkäfer an seinen Fühlern, die einer schwarzen Perlenkette ähneln. Andere Feuerkäfer tragen Fühler, die eher einem Sägeblatt oder Kamm ähneln.
Mehr Informationen
Käfer gelten nach Hautflüglern wie Fliegen und Zweiflüglern wie Wespen als drittgrößte Tiergruppe in Deutschland. In Sachsen wurden bisher etwa 4900 Arten beobachtet.
Bereits in den 1970er und 1980er Jahren untersuchten Insektenkundler des damaligen Museums für Tierkunde Dresden die Sächsische Schweiz. Nach der Gründung des Nationalparks Sächsische Schweiz beauftragte die Nationalparkverwaltung Fachleute mit weiteren Untersuchungen. Es gibt jedoch keine kontinuierlichen Erfassungen und kein systematisches Monitoring. Trotzdem konnten inzwischen zahlreiche Käferarten gefunden werden. Viele davon sind deutschlandweit sehr selten oder kommen sogar ausschließlich in der Sächsischen Schweiz vor.
Bis heute haben Experten 450 holzbewohnende Käferarten auf dem Gebiet des Nationalparks Sächsische Schweiz beobachtet. Das entspricht etwa der Hälfte aller in Sachsen vorkommenden holzbewohnenden Käferarten.
BU
Foto: Ronny Gutzeit
Leuchtend rot gefärbt ähnelt der Scharlachrote Plattkäfer Arten aus der Familie der Feuerkäfer. Er ist allerdings flacher als diese und seine Fühler ähneln einer schwarzen Perlenkette, während die Fühler von Feuerkäfern eher einem Sägeblatt oder einem Kamm ähneln.
Hanspeter Mayr
Pressesprecher
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Das Freiübernachten („Boofen“) gehört untrennbar zur Tradition des Bergsteigens in der Sächsischen Schweiz. In den Anfangsjahren des Freikletterns suchten sich Kletterer wettergeschützte Stellen unter Felsüberhängen zum Übernachten in der freien Natur. Diese Tradition gehört inzwischen zum immateriellen Kulturerbe „Bergsteigen in Sachsen“. Verantwortungsvoll ausgeübt gibt es keine belegbaren Konflikte mit dem Schutzziel des Nationalparks Sächsische Schweiz. Davon zeugen auch die 58 legalen Boofen, die in Abstimmung zwischen Nationalparkverwaltung und Bergsportverbänden von Kletterern in Ausübung ihres Sports genutzt werden können.
Leider hat sich im Laufe der Zeit parallel ein ausufernder Partytourismus in den und um die Boofen entwickelt, der nichts mit dem Klettern zu tun hat und das Schutzziel des Nationalparks gefährdet. Vermüllung, Fäkalien und Partygeräusche bis tief in die Nacht veranlassten die Nationalparkverwaltung 2022 zu einer temporären Boofensperrung während der Brut- und Setzzeit zwischen 01.02. bis 15.06. des Jahres. Die Sperrung war bis zum Jahr 2025 befristet. Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) legte nun im Oktober 2025 einen Entwurf für die Regelung des Boofens ab 2026 vor. Darin ist eine unbefristete, jährliche Boofensperrung vom 01.02. bis 15.06. vorgesehen.
Die Bergsportverbände in Sachsen haben dazu Stellung genommen und eine entsprechende Mitgliederinformation veröffentlicht, die hier nachgelesen werden kann: https://www.alpenverein-sachsen.de/Naturschutz/Boofen .
Zum Thema eine Stellungnahme in eigener Sache: Ich habe in der Vergangenheit vollständig auf die Nutzung von Boofen zu touristischen Zwecken verzichtet und werde das auch in Zukunft tun. Um das Erlebnis von Übernachtungen im Wald zu ermöglichen, nutze ich als lizenzierter Partner die legalen Übernachtungsmöglichkeiten der grenzüberschreitenden Trekkingroute „Forststeig Elbsandstein“ für geführte, mehrtägige NaturErlebnisWanderungen.