Schlagwort: Geführte Wanderungen

Erinnerung an die Sächsisch-Böhmische Wanderwoche vom 07.-13.06.2026

Wandern mit Frauengruppen ist immer wieder besonders und macht Spaß! So war es auch in dieser Wanderwoche. 8 Frauen aus Deutschland und der Schweiz trafen sich am Anreisetag im Hotel in Pirna. Innerhalb weniger Minuten entstand eine ausgelassene Teamstimmung, dominiert von Vorfreude auf die Wanderungen.

Die Wetterprognose versprach einen Mix aus Sonnenschein, Wind und Regenschauern. Das sollte also kein Hindernis für gelungene Wanderungen werden. Hinderlich könnten eher die An- und Abreise zu/von den Start- und Zielorten der Touren sein. Durch die Bauarbeiten an der Trasse im oberen Elbtal kommt es immer wieder zu Verspätungen bei der S-Bahn. Das wirkt sich sich negativ auf eventuelle Umsteigeverbindungen aus. Deshalb wurden die betreffenden Touren optimiert und Umsteigeverbindungen reduziert. Etwas Glück gehört auch dazu und das hatten wir. Alle Touren konnten wie geplant stattfinden. Dazu gehörten die „Klassiker“ in der Schmilkaer Felsenwelt, den Schluchten bei Stadt Wehlen, die Bastei und „Schmugglerpfade“ entlang der sächsisch-böhmischen Grenze. Den Höhepunkt bildete im wahrsten Sinne des Wortes die Tour auf den Hohen Schneeberg, mit 723 Metern höchster Berg im Elbsandsteingebirge. Immer wieder faszinierend ist das 360 Grad-Panorama mit einzigartigen Fernsichten. Eine Schlusseinkehr in einem böhmischen Restaurant rundete die erlebnisreiche Woche ab.

Vielen Dank an die Damen! Mir hat es Spaß gemacht, die Gruppe zu führen. Kommt alle gut und sicher nach Hause und gern wieder in die Sächsisch-Böhmische Schweiz! Es gibt noch viele spannende Touren, die begangenen werden wollen.

Erinnerung an den Tag des Wanderns 2026 im Sächsisch-Böhmischen Erzgebirge

Die Jubiläumstour am 14.05.2026 wurde relativ kurzfristig auf verschiedenen Kanälen ausgeschrieben und 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Sachsen und der Ukraine nahmen die Einladung an. Treff war am Dresdner Hauptbahnhof. Auf diese Idee kamen auch noch andere Gruppen und so wurde die ca. 1-stündige Busfahrt nach Zinnwald zu einem Erlebnis fröhlicher Enge. Kurz nach dem Ausstieg verteilten sich die vorwiegend männlichen Wandergruppen jedoch schnell im Gelände und spätestens am Zinnwalder Hochmoor hatte unsere Gruppe aus 7 weiblichen und 3 männlichen Teilnehmenden die stille Osterzgebirgslandschaft für sich.

Bis zur Brücke über den Warmbach folgten wir dem sächsischen Kammweg, ab dort auf tschechischem Gebiet dem neuen, grenzenlosen Rundwanderweg Rehefeld/Moldava. In Moldava konnten die Getränkevorräte und der Proviant aufgefüllt und auf einer kleinen Rast verkostet werden. Besonders beeindruckt waren die Teilnehmenden von den aktuellen Benzin- und Dieselpreisen an der nahe gelegenen tschechischen Tankstelle. Wie machen die tschechischen Anbieter das nur, deutsche Preise immer wieder deutlich zu unterbieten?

Weitere Stationen der Tour waren die Quelle der Freiberger Mulde, die Kirche und der Friedhof von Moldava. Zahlreiche Gräber mit deutschen Namen machten nachdenklich über die wechselvolle Geschichte dieses Ortes.

Nach ca. 20 km erreichten wir das Tagesziel in Holzhau. Bis zur Abfahrt des Zuges, der uns nach Freiberg bringen sollte, blieb noch genügend Zeit für einen Besuch des Festzeltes mit Livemusik und leckeren Getränken aus der Minibrauerei „Rumpelbräu“.

Der Dank für die gelungene Tour gilt dem Deutschen Wanderverband und seinen Sponsoren, der Sektion Dresden des Deutschen Alpenvereins e.V. für die organisatorische Unterstützung und natürlich den Teilnehmenden!

Auf den Spuren des Heidebibers

Gestern stand wiedermal eine Tour durch die Dresdner Heide auf dem Plan. Sie ist Dresdens Klimaanlage, Sauerstoffproduzentin und seit mehr als 13 Jahren Heimat einer munteren Biberpopulation. Biber mitten im Wald? Es sind vermutlich Einwanderer aus einem Teichgebiet im Schönfelder Hochland, die sich den Lebensraum entlang des Flusses Priessnitz erschlossen haben.

Erste Anwesenheitsspuren in Form angeknabberter Bäume entdeckten wir während eines Sonntagsspaziergangs im Jahr 2012. Wiederholte Besuche an jenen Stellen bestätigten, dass es sich um Biberspuren handelte und mindestens 1 Tier heimisch geworden war. Im Jahr 2013 veranstaltete ich für den Verein Natur- und Landschaftsführer Sachsen e.V. eine Exkursion unter dem Motto „Weiches Holz und harte Zähne: Auf den Spuren des Heidebibers“. Die örtliche Presse veröffentlichte den Veranstaltungshinweis und mehr als 50 Interessierte fanden sich am Treffpunkt ein. Darunter waren auch Mitglieder großer Naturschutzvereine, die sichtlich überrascht vom Vorkommen des Bibers in der Heide schienen.

Seitdem statten wir bei fast jeder Heidetour dem Biber einen Besuch ab. Zwischenzeitlich sah es so aus, als ob er seinen Lebensraum aufgegeben hätte: keine frischen Fraßspuren mehr, der Biberdamm war durchbrochen und die Waldwiese nicht mehr vernässt. Jetzt ist das wieder anders. Der Damm besteht wieder, die Fraßspuren sind frisch und zahlreich und die Wiese steht wieder unter Wasser. Die Arbeitsnachweise des Bibers sind nicht zu übersehen. Nur den tierischen Baumeister haben wir noch nie beobachten können.

Abschied vom Hohen Schneeberg

Am 29.10.2025 fand die vorerst letzte Forststeigtour der Saison 2025 statt. Ziel war der höchste Berg im Sächsisch-Böhmischen Elbsandsteingebirge, der 723 Meter hohe Schneeberg (tschechisch: Děčínský Sněžník). Der Schneeberg ist ein exzellenter Aussichtsberg mit 360-Grad-Panorama. Zumindest, wenn keine Wolken aufliegen.

Die Forststeigsaison endet offiziell Ende Oktober des Jahres. Man kann die Wege zwar auch im Winterhalbjahr begehen, aber die Hütten und Biwakplätze sind geschlossen. Das hat auch mit praktischem Naturschutz zu tun, denn das Gebiet ist sehr wildreich und die Tiere sollen in der nahrungsarmen Zeit des Jahres nicht unnötig bewegt werden.

Ein weiterer Grund, warum es die vorerst letzte Tour des Jahres zum Schneeberg war, ist die Einstellung der Busverbindung zum Schneeberger Kreuz und über tschechisches Gebiet. Dadurch werden die Touren länger und am Nachmittag gerät man dank der Zeitumstellung auf mitteleuropäische Normalzeit zeitig in die Dämmerung.

Am 29.10.2025 waren die Bedingungen ziemlich ideal und die Tour wurde zur Genusstour. Abgerundet wurde sie bei einer Schlusseinkehr mit original böhmischen Leckereien zu sehr besucherfreundlichen Preisen. Fazit: eine rundum gelungene Tour mit ganz viel Vorfreude auf viele Fortsetzungen im nächsten Jahr!

Erinnerung an die Sächsisch-Böhmische Wanderwoche vom 05.-11.10.2025

Eins gleich vorweg: Soviel Regen und Wind hatten wir während einer sächsisch-böhmischen Wanderwoche in einem Monat Oktober noch nie! Für die äußeren Umstände waren die gute Laune der Teilnehmenden und der Teamgeist jedoch sensationell. Kein Gemurre und Gemaule, wenn es mal wieder hieß: Heute kann es regnen. Wozu gibt es schließlich dem Wetter angepasste Bekleidung?

Fernsichten waren in dieser Woche rar. Aber es gab (fast) immer irgendwo leckeren Kuchen und Kaffee dazu und das wog das Fernsichtdefizit mehr als auf. Auch grenzüberschreitende Schmugglerpfade durch schulterhohen Farn abseits des Massentourismus begeisterten die Teilnehmenden aus 5 deutschen Bundesländern und wirkten sich motivierend aus.

Ich bedanke mich bei herzlich bei der kleinen, aber feinen Gruppe der Tour durch die Sächsisch-Böhmische Schweiz für die erlebnisreiche Woche und bestätigen gern, dass auch ein TourGuide flexibel sein kann und muss.

Erinnerung an die Sächsisch-Böhmische Wanderwoche 29.09.-04.10.2025

Wieder ist eine Wanderwoche beendet und man staunt stets aufs Neue, wie schnell die Zeit vergeht. Wir waren mit 10 Teilnehmenden aus 7 deutschen Bundesländern auf Schmugglerpfaden in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz, im Meißener Elbland, in den Wehlener Gründen und auf der Bastei, auf Königlichen Wein- und Kurfürstlichen Jagdwegen sowie zwischen Sandstein und Schokolade unterwegs. Ein von allen Beteiligten empfundener, emotionaler Höhepunkt war der 35. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands. Es war nicht das erste Mal, dass sich hier an einem 3. Oktober Menschen aus Ost und West auf einer Wanderreise begegnet sind. Jedes Mal haben wir übereinstimmend festgestellt, dass wir uns näher sind, als manche Meinungsmachende uns glauben lassen wollen. Es ist tatsächlich etwas zusammengewachsen, was zusammen gehört. Bemerkenswert ist auch, dass manche Teilnehmende schon zum wiederholten Mal teilgenommen haben und sich auch von einem Regentag nicht abschrecken lassen.

Ich bedanke mich bei der tollen Gruppe für die gemeinsame Zeit und den Applaus zum Abschluss! Kommt gut nach Hause und gerne wieder!

Erinnerung an die Wanderwoche Sächsisch-Böhmische Schweiz vom 31.08.-06.09.2025

Jede geführte Wanderreise ist anders und jede Gruppe ist es auch. Wie wird das Wetter, wie schnell findet sich die Gruppe, wie pünktlich sind die öffentlichen Verkehrsmittel, wie gefallen die Touren und wie schmeckt das Essen in fünf verschiedenen Restaurants? Fragen über Fragen, die möglichst schnell beantwortet werden müssen. Das sollte idealerweise schon am Begrüßungsabend und spätestens im Verlauf der ersten Tour geklärt sein. Die Teilnehmenden dankten es mit einer reifen Gruppen- und Individualleistung auf jeder Tour. Wandern ist übrigens keine tierisch ernste Angelegenheit, sondern etwas das Spaß macht. Jedenfalls wenn man die Summe der Lachanfälle nicht ignoriert.;-).

Wir waren auf dem höchsten Berg im Nationalpark Sächsische Schweiz und auf dem höchsten Berg im tschechischen Teil des Elbsandsteingebirges. Die Bastei erlebten wir im Regen und die Schmilksche Mühle gleich zwei Mal mit leckerem Kuchen und Kaffee. Dass sich SEV- Busse verspäten können, muss kein Nachteil sein und eine Tour auf Schmugglerpfaden durch schulterhohes Farnkraut zwischen Deutschland und Tschechien wurde zu einer ganz neuen Naturerfahrung.

Danke an alle Teilnehmenden aus vier deutschen Bundesländern und Südtirol für die schöne gemeinsame Zeit und die lobenden Worte! Kommt gut, stau- und verspätungsfrei wieder nach Hause und gern jederzeit wieder in die Nationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz!

Projekt „Urbanes Wandern“ beendet

Ich habe mich entschlossen, das Wanderprojekt „Urbanes Wandern“ und die zugehörige Webseite nicht weiterzuführen. Die Idee war zwar verlockend, aber die verfügbare Zeit reicht leider nicht für ein drittes Wanderprojekt neben „Natursaxe Tours“ und „Kammtouren.eu„. Zeit ist das einzige Gut, das sich nicht vermehren lässt. Es hat sich deshalb als sinnvoll erwiesen, Prioritäten zu setzen.

Der Trend geht seit Jahren zu mehrtägigen, geführten Wandertouren in kleinen Gruppen, zu Kooperationen mit zuverlässigen Partnern und zu längerfristiger Verbindlichkeit. Solche Touren lassen sich mittel- und langfristig planen und organisieren. Bei Tagestouren ist das kaum noch möglich. Wer es als Anbieter mal versucht hat, kennt das sicher: spätestmögliche Anmeldung (wenn überhaupt), kurzfristige Stornierung oder Nichterscheinen zur vereinbarten Tour (no Show). Vorkasse über Vermittlungsportale wäre eine Lösung zur Kundenbindung, schützt aber auch nicht vor Storni und no Shows und ist insgesamt ein teures Vergnügen für den Tourguide. Ich lege auch weiterhin Wert auf direkten Kundenkontakt. Stammgäste und Empfehlungen sind mir wichtiger als die Stärkung der Portalökonomie.

Erinnerung an die Wanderwoche Dresden – Elbland – Elbsandsteingebirge vom 18.-24.05.2025

Die erste Wanderreise in der Sommersaison 2025 ging gestern zu Ende. Eine gemischte Gruppe aus je 3 Frauen und Männern lernte nicht nur edle Teile der Erlebnisregion Dresden näher kennen, sondern auch ausgewählte Orte der Nationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz abseits der Touristenströme. Zum Erlebnis wurde auch die Kulinarik: (fast) jeden Tag gab es neue kulinarische Eindrücke in einer anderen Gaststätte – und das sogar grenzüberschreitend. In Rosehill besuchten wir böhmische Indianer in ihrem Sommerdomizil und in Janov/Jonsdorf konnte frisch gezapftes tschechisches Bier zu erstaunlich günstigen Preisen verkostet werden.

Das Wetter wurde im Verlauf der Woche deutlich besser als vorhergesagt und der Teamgeist war beispielhaft. Im Park von Jagdschloss Graupa besichtigten wir eine riesige Stieleiche von innen und gewannen die Erkenntnis, dass 6 Erwachsene nicht genug sind, einen 450-jährigen Baum zu umarmen. Nur für das Hahnemannzentrum und die Klosterruine zum Heiligen Kreuz in Meißen war leider etwas zu wenig Zeit: das Essen auf der Albrechtsburg wäre sonst kalt geworden.;-)

Danke an die Teilnehmenden für diese wunderbare Woche! Mir hat es großen Spaß mit euch gemacht und ich habe in den individuellen Gesprächen viel Interessantes erfahren. Danke auch an Mediterranatours für die exzellente Kooperation!

Fazit: Jederzeit gerne wieder!

Allein auf der Bastei!

Dieser spontane Freudenschrei lag mir gestern früh kurz vor 8 Uhr auf der Zunge. Wann schafft man es schon mal, ungestört den Genuis Loci dieser faszinierenden Natur- und Kulturlandschaft zu genießen? Gestern war so ein Tag. Romantisch war schon die Überfahrt auf der Rathener Fähre. Die Elbe dampfte und das Basteimassiv war mehr zu ahnen als zu sehen.

Geplant war ein Dreh für eine ZDF- Reportage und ich natürlich viel zu früh vor Ort. Diese Verfrühung habe ich genossen, wie lange nichts anderes mehr. Auf der neuen Aussichtsplattform begegnete mir ein einziger Mensch, versunken in die Betrachtung der romantischen Felsenlandschaft der Sächsisch-Böhmischen Schweiz. Ein moderner Wanderer über dem Nebelmeer: Caspar David Friedrich hätte es sicher gefallen, seine Kunst in die Realität zurück zu spiegeln.

Leider dauern solche magischen Momente nicht lange. Dann beginnt wie auf ein unsicht- und hörbares Kommando hin der Zustrom der Vielen, die es zu diesem schönen Ort zieht. Etwa 1,5 Millionen Besucher sollen es pro Jahr sein, so schätzt man. Genau gezählt hat das vermutlich niemand. Denn der Eintritt ist frei und kostenlos.

Für den Naturschutz ist das grenzwertig. Der Nutzungsdruck ist enorm und nur kompensierbar, wenn sich möglichst alle Besucher (m/w/d) an die wenigen Regeln des Nationalparks halten – und in besonders sensiblen Naturräumen in geringer Anzahl unterwegs sind. Das geht nur mit geduldiger Überzeugungsarbeit, Respekt vor unseren natürlichen Lebensgrundlagen und guten alternativen Angeboten. Letztere gibt es z.B. auf geführten Touren durch professionelle Nationalparkführer (m/w/d) in kleinen Gruppen und abseits der Hotspots des Massentourismus. Man könnte es auch Plan B für eine Symbiose aus Naturschutz und nachhaltigem Tourismus nennen.