Kategorie: Osterzgebirge

Einschränkung des Waldbetretungsrechts im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Auf Grund der aktuellen Trockenheit, Hitze und extremen Waldbrandgefahr erlässt das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ab sofort bis auf Widerruf folgende Allgemeinverfügung:

„Anhaltende Trockenheit und heiße Temperaturen bestimmen die aktuelle Wetterlage im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Dadurch besteht in der Region eine extrem hohe Waldbrandgefahr, da eine schnelle Entzündung der bodennahen Vegetation begünstigt wird.

Das Landratsamt als untere Forstbehörde verfügt deshalb bis auf Widerruf folgende Maßgaben zur Betretung der Wälder für das Gebiet des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:

Das Verlassen der Waldwege ist ab sofort in der Zeit von 0:00 bis 24:00 Uhr untersagt. Die Nutzung von Biwakplätzen, Zeltplätzen, Lagerplätzen, Forststeig- und Trekkinghütten, das Lagern insbesondere mit mitgebrachten Sitz- oder Liegegelegenheiten sowie das Übernachten sind nicht erlaubt.

Das Mitführen von feuergefährlichen Gegenständen und Geräten sowie feuergefährlichen Stoffen ist untersagt.

Verstöße gegen die Allgemeinverfügung stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können mit Bußgeldern bis 10.000 Euro belangt werden. Überdies können die Forstschutzbeauftragten und die Vollzugspolizeibediensteten Platzverweise aussprechen.

Wegen der trockenen Witterung bei zugleich hohen Temperaturen besteht aktuell im Gebiet des Landkreises eine hohe Waldbrandgefahr, was vor allem im Zusammenhang mit den naturräumlichen Gegebenheiten steht. Parallel dazu wird derzeit ein hohes Besucheraufkommen festgestellt. Da die Mehrzahl aller Waldbrände von Waldbesuchern ausgehen, ergibt sich daraus ein besonders hohes Waldbrandrisiko. Waldbrände sind mit besonderen Gefahren für Leib und Leben von Personen verbunden. Die Bekämpfung von Waldbränden gestaltet sich aufgrund regionaler topografischer Besonderheiten und besonders zur Nachtzeit oft schwierig.

Die Gebote und Verbote gelten solange, bis sich die Wetterlage umstellt, die Waldbrandgefahr sich verringert und die Sperrung seitens des Landratsamtes offiziell widerrufen wird.

Die Allgemeinverfügung kann unter dem Link https://www.landratsamt-pirna.de/forst.html abgerufen werden.“

Erinnerung an den Tag des Wanderns 2026 im Sächsisch-Böhmischen Erzgebirge

Die Jubiläumstour am 14.05.2026 wurde relativ kurzfristig auf verschiedenen Kanälen ausgeschrieben und 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Sachsen und der Ukraine nahmen die Einladung an. Treff war am Dresdner Hauptbahnhof. Auf diese Idee kamen auch noch andere Gruppen und so wurde die ca. 1-stündige Busfahrt nach Zinnwald zu einem Erlebnis fröhlicher Enge. Kurz nach dem Ausstieg verteilten sich die vorwiegend männlichen Wandergruppen jedoch schnell im Gelände und spätestens am Zinnwalder Hochmoor hatte unsere Gruppe aus 7 weiblichen und 3 männlichen Teilnehmenden die stille Osterzgebirgslandschaft für sich.

Bis zur Brücke über den Warmbach folgten wir dem sächsischen Kammweg, ab dort auf tschechischem Gebiet dem neuen, grenzenlosen Rundwanderweg Rehefeld/Moldava. In Moldava konnten die Getränkevorräte und der Proviant aufgefüllt und auf einer kleinen Rast verkostet werden. Besonders beeindruckt waren die Teilnehmenden von den aktuellen Benzin- und Dieselpreisen an der nahe gelegenen tschechischen Tankstelle. Wie machen die tschechischen Anbieter das nur, deutsche Preise immer wieder deutlich zu unterbieten?

Weitere Stationen der Tour waren die Quelle der Freiberger Mulde, die Kirche und der Friedhof von Moldava. Zahlreiche Gräber mit deutschen Namen machten nachdenklich über die wechselvolle Geschichte dieses Ortes.

Nach ca. 20 km erreichten wir das Tagesziel in Holzhau. Bis zur Abfahrt des Zuges, der uns nach Freiberg bringen sollte, blieb noch genügend Zeit für einen Besuch des Festzeltes mit Livemusik und leckeren Getränken aus der Minibrauerei „Rumpelbräu“.

Der Dank für die gelungene Tour gilt dem Deutschen Wanderverband und seinen Sponsoren, der Sektion Dresden des Deutschen Alpenvereins e.V. für die organisatorische Unterstützung und natürlich den Teilnehmenden!

Winterfahrplan 2025/26 für die Sächsische Schweiz veröffentlicht

Tourismusverband Sächsische Schweiz (TVSSW) und Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (RVSOE) veröffentlichten heute den neuen Fahrplan für die Wintersaison 2025-2026. Darin enthalten sind Busverbindungen und die Kirnitzschtalbahn. Das Angebot wurde teilweise deutlich erweitert, vor allem linkselbisch im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz. Vielen Dank an TVSSW und RVSOE!

Zum Winterangebot bitte hier entlang: https://app-share.mailbox.org/appsuite/api/share/030df6560f13192c39f1e4df13194d81a8cafd52ba9751ab/1/8/MjY4Ng .

Hinweis: Nicht enthalten sind Fahrpläne der S-Bahn Dresden (S 1) und der Nationalparkbahn (U 28). Der Winterfahrplan für diese Verkehrsmittel wird demnächst vom Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) veröffentlicht.

Die InterNationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz und Umgebung – Traumlandschaften zum Erleben und Genießen

Schweizen gibt es viele, zumindest wenn man der „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) Glauben schenken darf. Die Zeitung will vor einiger Zeit herausgefunden haben, dass es in Deutschland und weltweit je nach Lesart 191 bis 233 Gebiete geben soll, die „Schweiz“ im Namen tragen. Allein in Deutschland zählte die NZZ 106 Schweizen. Die meisten wurden in Nordrhein-Westfalen mit 30 gefunden, gefolgt von Niedersachsen mit 18 und Rheinland-Pfalz mit 13. Lediglich 2 Schweizen haben das Saarland, Baden-Württemberg, Berlin und die Hansestadt Bremen. Immerhin noch eine Schweiz gibt es in der Freien und Hansestadt Hamburg.

Sachsen befindet sich mit 6 Schweizen im Mittelfeld, hat aber die wahrscheinlich bekannteste Schweiz Deutschlands vorzuweisen: die Sächsische Schweiz! Und wem verdanken wir das? Natürlich den Schweizern – und zwar 2 waschechten. Die Maler Anton Graff und Adrian Zingg weilten im späten 18. Jahrhundert am kurfürstlichen Hof und der Kunstakademie zu Dresden. Der Legende nach sahen sie in ihrer Wahlheimat östlich von Dresden ein merkwürdiges, flaches Gebirge ohne eigentliche Gipfel, das sie an ihre Herkunftsheimat, das Schweizer Jura erinnerte. Ihrer Schwärmerei mag das geflügelte Wort von einer „sächsischen“ Schweiz entflogen sein. Später griffen es andere Koryphäen auf, verbreiteten es weiter und irgendwann Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts hatte sich der neue Name eingebürgert. Einer der ersten Fremdenführer, der Theologe und Autor Wilhelm Leberecht Götzinger , verwendete den Namen schließlich in seinen Werken. Wer wollte da noch widersprechen? Und als nahezu zeitgleich Maler der Romantik wie Caspar David Friedrich („Der Wanderer über dem Nebelmeer“) und Ludwig Richter („Überfahrt am Schreckenstein“) sowie Tonkünstler wie Carl Maria von Weber („Der Freischütz“) und Richard Wagner („Lohengrin“) die romantische Felsenlandschaft in ihren Werken verewigten, war etwas Neues und Einzigartiges entstanden: die Sächsische Schweiz. Mit der Betriebsaufnahme der Sächsisch-Böhmischen Eisenbahn und der Sächsisch-Böhmischen Dampfschifffahrt trugen erstmals massentaugliche Verkehrsmittel dazu bei, Menschen aus den Städten der Umgebung in größerer Zahl den Besuch der romantischen Felsenlandschaft zu ermöglichen. Neugierige erkundeten die Region, Kletterer entdeckten die Felsenwelt für ihren Sport und unternehmungslustige Wanderer eroberten die abenteuerlichen Wege, Pfade und Stiegen. Heute besuchen ca. 3 bis 6 Millionen Menschen aus aller Welt jährlich die Sächsisch-Böhmische Schweiz – und längst nicht alle können gezählt werden.

Seit 1990 befindet sich auf dem Gebiet der Sächsischen Schweiz der gleichnamige Nationalpark. Er grenzt an den 10 Jahre später eingerichteten Nationalpark Böhmische Schweiz auf dem Terretorium der Tschechischen Republik. Beide Nationalparks feiern in diesem Jahr Geburtstag: der Nationalpark Sächsische Schweiz wird 35 Jahre alt, der Nationalpark Böhmische Schweiz 25 Jahre.

Beide Parks und die umliegenden, großflächigen Landschaftsschutzgebiete bilden die InterNationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz. Im Norden und Osten grenzt die Region auf beiden Seiten der Grenze an das Lausitzer Gebirge, im Osten und Süden an das Böhmische Mittelgebirge und das Osterzgebirge, im Westen an die Erlebnisregion Dresden und nordwestlich an das Westlausitzer Hügel- und Bergland. Die landschaftliche, geologische, naturräumliche und kulturhistorische sowie die Vielfalt der Arten und Lebensräume von Tieren und Pflanzen bilden einen unermesslichen Schatz, den es zu schützen und zu erhalten gilt – gemäß den geflügelten Worten: Nur was man kennt, das lernt man schätzen! Und nur was man schätzt, das schützt man auch!

Wie finden, was man sucht?

Das Tourenprogramm 2024 ist das bisher umfangreichste der letzten 15 Jahre. Es beinhaltet 71 Touren und sonstige Veranstaltungen, darunter erstmals 11 VideoSprechstunden. Sie sind ein zeitgemäßes Angebot, sich über die Tour(en) der Wahl näher zu informieren, bevor man sich anmeldet.

Mit insgesamt 16 WanderWochen und 3 WanderWochenden wurde das Angebot an Mehrtagestouren deutlich erweitert. Diese Touren waren in den letzten Jahren am stärksten nachgefragt und sind für Teilnehmende und Veranstalter gleichermaßen attraktiv.

Weiter im Angebot sind insgesamt 46 Tagestouren, darunter neu 27 KammTouren. Diese Touren eignen sich für flexible, anspruchsvolle und konditionsstarke Wanderer (m/w/d), die nicht zwingend an feste Essenszeiten in Hotels oder anderen Unterkünften gebunden sind. Alle geplanten KammTouren finden in Tschechien statt.

Wie findet man nun, was man sucht?

Ganz einfach: durch Selektieren im Veranstaltungskalender nach gewünschten Kriterien, z.B. Terminen (Wunschzeitraum im Kalender einstellen) , Aktivitäten (Rubrik einstellen), Land (Deutschland oder Tschechien einstellen), Region (Gebirgsregion einstellen) oder nach Ort (Wunschort einstellen)! Zum Schluss den grünen Button „suchen“ anklicken und fertig ist die selbst zusammengestellte Übersicht! Das ist kein Hexenwerk. Probieren Sie/probiert es aus; es funktioniert schneller und einfacher als auf manch überfrachteter Portalseite!;-)

Natursaxe® geht neue Wege in 2024!

Was sich liest wie eine Proklamation, ist zunächst eine dialektische Zustandsbeschreibung. Beginnen wir deshalb von vorn:

Das Jahr 2023 war in vielerlei Hinsicht ein erfülltes und erfolgreiches. Dafür rückwirkend herzlichen Dank an alle Partner, Gäste, Freunde und – ja, auch das muss sein – Kritiker (m/w/d)! Sie haben/ihr habt alle miteinander und Jede(r) für sich zum Erfolg beigetragen! Sie haben/Ihr habt mir auch die Entscheidung erleichtert, wie mit dem sensiblen Thema „Gendern“ wertschätzend umgegangen werden kann. Ich werde das gewachsene Bedürfnis nach Gendergerechtigkeit ebenso respektieren wie die Regeln der deutschen Rechtschreibung und hoffe, dass das auch von der geschätzten Zielgruppe respektiert wird.

Im vergangenen Jahr ist ein weiteres Bedürfnis gewachsen: das Bedürfnis, ausgetretene Wege zu verlassen und neue Wege zu entdecken. Insbesondere solche jenseits der Grenzen Sachsens. Touren in Böhmen erfreuen sich seit Jahren wachsender Beliebtheit und zwar bei Gästen und Veranstalter gleichermaßen. Die schönsten und erlebnisreichsten Natur- und Kulturlandschaften unserer Nachbarländer Tschechien und Polen befinden sich nur wenige Fahrminuten weiter entfernt, als die vom Massentourismus geplagten Hotspots diesseits der Grenze. Von Dresden aus ist man mit Bus und Bahn in einer Stunde in der Böhmischen Schweiz und auf dem Kamm des Böhmischen Osterzgebirges. Unwesentlich mehr Zeit benötigt man für eine Tour in angrenzende nordböhmische und niederschlesische Landschaften. Der Urlaub beginnt sozusagen vor der Haustür. Ich habe mich deshalb entschlossen, noch einmal ein neues Projekt zu beginnen: das grenzüberschreitende Wanderprojekt „Kammtouren.eu“. Die Projektwebseite ist seit gestern online und wird kontinuierlich mit Leben – sprich: Inhalt – gefüllt.

Schwerpunkt des neuen, grenzüberschreitenden Projektes „Kammtouren.eu“ sind geführte Touren in Tschechien und Polen. Schwerpunkt von Natursaxe Touren – also dieser Webseite – bleiben naturkundliche Touren in der ebenfalls grenzüberschreitenden Nationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz und Umgebung. Beide Webseiten nutzen den selben Veranstaltungskalender von Datefix. Damit sind die geografisch und thematisch unterschiedlichen Touren auf beiden Webseiten buchbar.

Über weitere Neuigkeiten und über das was auch in 2024 bleibt, informiert der folgende Beitrag.

Zusätzliche TagesTouren vom 24.09. bis 01.10.2023

Der September ist ein guter Wandermonat mit meist stabiler Wetterlage. Mit etwas Glück erleben wir sogar noch einen wunderbaren Altweibersommer. Zusätzlich zu den geplanten Wanderreisen mit Mediterranatours wurden deshalb folgende TagesTouren ins Programm genommen:

  • Sonntag, 24.09.2023: Forststeigtour auf der kleinen Schneebergroute
  • Dienstag, 26.09.2023: Entdeckertour auf dem Goßdorfer Geopfad
  • Mittwoch, 27.09.2023: Genusstour „Sandstein und Schokolade“
  • Freitag, 29.09.2023: Entdeckertour auf dem Goßdorfer Geopfad
  • Samstag, 30.09.2023: KammTour Zinnwald-Moldava-Zinnwald
  • Sonntag, 01.10.2023: Forststeigtour auf der Schmugglerroute.

Nähere Informationen zu den einzelnen Touren und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie im Tourenkalender auf der Startseite: https://natursaxe.de/.

18. Deutsch-Tschechische Freundschaftswanderung am 09.09.2023 im Osterzgebirge

Die 18. deutsch-tschechische Freundschaftswanderung findet wie im Vorjahr im Osterzgebirge statt. Gewidmet ist sie erneut dem Wunsch nach einem Lückenschluss der 1945 unterbrochenen Eisenbahnverbindung von Freiberg nach Most (Brüx) zwischen den Bahnhöfen Holzhau in Sachsen und Moldava (Moldau) in Tschechien. Die Organisatoren und Koordinatoren laden dazu am 09.09.2023 nach Holzhau ein. Start ist um 09:30 Uhr am Bahnhof der Freiberger Bahn in Holzhau (Quelle: https://www.wochenkurier.info/landkreis-saechsische-schweiz-osterzgebirge/artikel/wer-wandert-mit-am-9-september .)

Die deutsch-tschechischen Freundschaftswanderungen wurden zunächst von engagierten Naturfreunden und Touristikern als Unterstützung für die angestrebte Bewerbung der InterNationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz als UNESCO- Weltnaturerbe ins Leben gerufen. Unterstützt wurde das Anliegen von zahlreichen Politikern verschiedener Parteien sowie von weiteren interessierten Menschen in Tschechien und Sachsen durch ihre Teilnahme an den Wanderungen. Gemeint sind damit ausdrücklich alle. Auch wenn der Traum vom Weltnaturerbe nicht in Erfüllung gegangen ist, sind sich viele Menschen aus beiden Ländern in dieser Zeit näher gekommen. Das allein ist ein großer Gewinn.

Ich war bei mehreren deutsch-tschechischen Freundschaftswanderungen dabei und werde auch in diesem Jahr teilnehmen. Es ist mir wichtig, freundschaftliche Kontakte zu unseren Nachbarn in Tschechien zu pflegen. Das trifft übrigens auch auf unsere Nachbarn in Polen zu. Gute Kontakte sind nicht mit Geld zu bezahlen und die wahrscheinlich beste Möglichkeit, friedlich, respektvoll und wertschätzend miteinander umzugehen. Wenn das mit einer Wanderung gefördert werden kann, dann sollte man es unbedingt tun.

Alte Touren – neue Pläne!

Der Wandermonat Juni 2023 ist vorüber. Er war so prall gefüllt mit geführten Wanderungen, wie noch keiner vor ihm. So viele Touren und so viele interessante Gäste; das will erstmal verarbeitet werden. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Alle, die mitgewandert sind oder auf andere Weise beteiligt waren!

Besonderes Interesse vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden die Touren durch die Böhmische Schweiz im Rahmen der einwöchigen Wanderreisen. Ebenso stark nachgefragt waren allerdings auch Tagestouren auf dem Kamm des böhmischen Osterzgebirges und im Böhmischen Mittelgebirge. Ob es am phantastischen Bergwanderwetter lag oder an der Lust, etwas Neues kennenzulernen, ohne dafür um die halbe Welt düsen müssen – wer weiß. Auf jeden Fall ist die Zeit reif für eine längst überfällige Angebotserweiterung auf einige der schönsten Landschaften in der Tschechischen Republik und in Polen. Das Wiederauflebenlassen der legendären Kammtouren durch Nordböhmen und Niederschlesien ist ein alter Traum, der endlich taggeträumt werden will. In Verbindung mit den neuen Via-Czechia- und selbst entwickelten Entdeckertouren durch das verschwundene Sudetenland wird das der neue Tourenschwerpunkt werden. Dafür müssen an anderer Stelle einige Touren weichen: dort, wo es übervoll ist und wo sich immer mehr Anbieter gegenseitig auf die Füße treten. Das entspricht übrigens auch zahlreich geäußerten Wünschen vieler Gäste. Weg vom ausufernden Massentourismus, hin zu professionell organisierten und sachkundig geführten Natur- und Landschaftserlebnissen in kleiner Gruppe abseits der Touristenströme. Geführte Gruppentouren sind „in“, vor allem bei Alleinreisenden!

Es wächst ein neuer Schilderwald

Bei der heutigen Vortour auf dem Kamm des Osterzgebirges fiel mir auf, dass dort ein neuer Wald wächst: ein Schilderwald. Im Umkreis von ca. 50 m sprießen dort mehr als ein Dutzend Schilder aus dem winterlichen Boden. Schon komisch: für die optische Vermüllung der Landschaft ist immer Geld verfügbar. Für Menschen, die andere sachkundig durch sensible Naturräume führen, nicht.